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22.09.2014

19:30 Uhr

Clio und Kangoo

Renault ruft eine halbe Million Autos zurück

Wegen möglicher Probleme der Bremssysteme ruft Renault rund eine halbe Million Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Betroffen sind die Modelle Clio und Kangoo. Ein Fachmagazin hatte zuvor über die Probleme berichtet.

Auch der Renault Clio ist betroffen. Wegen eventuell falscher Montage der Radhausverkleidung könnten Bremsschläuche durch Scheuern beschädigt oder Bremskolben herausgedrückt werden. gms

Auch der Renault Clio ist betroffen. Wegen eventuell falscher Montage der Radhausverkleidung könnten Bremsschläuche durch Scheuern beschädigt oder Bremskolben herausgedrückt werden.

Paris/NeusDer französische Autohersteller Renault ruft wegen möglicher Probleme für die Bremssysteme fast eine halbe Million Fahrzeuge zurück in die Werkstätten. Betroffen sind nach Angaben des Konzerns vom Montag die Modelle Clio IV und Kangoo 2.

Renault berechnete die Wahrscheinlichkeit von Schäden mit 0,02 und 0,01 Prozent. Zuvor hatte das Fachmagazin „Auto Service Praxis“ darüber berichtet.

Die wichtigsten Märkte für Renault

Platz 10

Belgien und Luxemburg - 77.353 verkaufte Fahrzeuge

In den Nachbarländern kommt Renault auf einen Marktanteil von 13 Prozent - und büßt damit leicht Marktanteile ein.

Platz 9

Spanien - 98.024 verkaufte Fahrzeuge

Der spanische Markt scheint sich langsam wieder zu erholen. Der Marktanteil der Franzosen legt auf 12,1 Prozent zu.

Platz 8

Italien - 101.387 verkaufte Fahrzeuge

Auch in Italien scheint die Talsohle erreicht. Die Renault-Verkäufe konnten wieder leicht zulegen. Der Marktanteil beträgt dort allerdings nur 7,2 Prozent.

Platz 7

Algerien - 111.378 verkaufte Fahrzeuge

Auf dem nordafrikanischen Markt sind die Franzosen traditionell stark. Mit 26,2 Prozent gehört Renault in Algerien zu den Marktführern. Doch die unsichere politische Lage belastet die Verkäufe.

Platz 6

Argentinien - 141.217 verkaufte Fahrzeuge

Auch der zweitwichtigste Absatzmarkt in Südamerika stagniert, auch wenn der Marktanteil zuletzt auf 15,4 Prozent zulegen konnte.

Platz 5

Türkei - 144.706 verkaufte Fahrzeuge

Die Wirtschaft der Türkei brummt, die Nachfrage nach Autos steigt. Davon profitiert auch Renault. Die Verkäufe legen deutlich zu. Der Marktanteil beträgt 17 Prozent.

Platz 4

Deutschland - 162.509 verkaufte Fahrzeuge

Im Vergleich zu anderen europäischen Märkten ist der Marktanteil von Renault in Deutschland mit 5,1 Prozent gering. Die Absatzzahlen auf dem deutschen Markt stagnieren.

Platz 3

Russland - 210.099 verkaufte Fahrzeuge

Die große Wachstumshoffnung von Renault heißt Russland. Auf dem zweitwichtigsten Markt des Unternehmens beträgt der Marktanteil 7,6 Prozent - weniger als noch im ersten Halbjahr.

Platz 2

Brasilien - 236.360 verkaufte Fahrzeuge

Der brasilianische Markt gilt durch seine strengen Importvorschriften trotz exzellenter Wachstumspotentiale als schwierig. Der Marktanteil beträgt 6,6 Prozent.

Platz 1

Frankreich - 547.693 verkaufte Fahrzeuge

Auf dem Heimatmarkt ist Renault Marktführer mit einem Anteil von 25,4 Prozent. Insgesamt können die Verkäufe der Gruppe um 0,2 Prozent zulegen.

Beim Clio könnten wegen eventuell falscher Montage der Radhausverkleidung Bremsschläuche durch Scheuern beschädigt oder Bremskolben herausgedrückt werden, hieß es. Bei betroffenen Fahrzeugen aus den Werken Bursa in der Türkei (bis März 2013) und Flins in Frankreich (bis April 2014) sollten vorbeugend Verkleidungen kontrolliert und Bremsschläuche ausgetauscht werden.

Betroffen sind in Deutschland laut Renault 21 618 Fahrzeuge, weltweit möglicherweise gut 400.000.

Bei Kangoo-Modellen aus dem Werk im französischen Mauberge (September 2012 bis Mai 2013) könnte laut Renault bei der Montage die Anschlussreihenfolge am Antiblockiersystem vertauscht worden sein. Bei Bedarf sollten die Bremsleitungen dort ausgetauscht werden. Beim Kangoo könnten in Deutschland 5715 Autos betroffen sein, weltweit fast 64.000 Fahrzeuge.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

23.09.2014, 12:49 Uhr

Schon wieder Rückrufaktion? Haben wir nur unfähige, "verbrechische" Manager in der Autoindustrie? Warum erhalten diese Manager überhaupt ein Gehalt, wo Sie vorsätzlich die Firmen vernichten wollen??? Geht es nicht um die Firma, sondern Sie wollen tote Kunden unbedingt haben???

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