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13.02.2004

07:21 Uhr

Co-Chairman FitzGerald scheidet zum September aus dem Unternehmen aus

Konsumgüterriese Unilever speckt seine Prognosen ab

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat im vergangenen Jahr seine Umsatzziele nicht erreicht. Der Gewinn fiel aber höher aus als von vielen Analysten erwartet. Das Unternehmen schraubt nun seine Prognosen herunter.

tel FRANKFURT. Das vor vier Jahren aufgelegte Wachstumsprogramm „Path to growth“ hat im vergangenen Jahr nicht in allen Punkten den erwünschten Erfolg gebracht, wie Co-Chairman Niall FitzGerald gestern einräumte, als er die Jahreszahlen erläuterte. FitzGerald, der als einer der Väter des Wachstumsprogramms gilt, kündigte zugleich an, Ende September und damit früher als erwartet in den Ruhestand zu treten. Der derzeitige Direktor des Food-Geschäftes, Patrick Cescau, wird FitzGeralds Amt übernehmen. Der niederländische Gegenpart an der Spitze des Konzerns, Antony Burgmans, bleibt.

An den Aktienmärkten in London und Amsterdam legten Unilever-Titel bis zum Nachmittag rund 3 % zu. Mehrere Analysten begründeten den Kursanstieg mit dem Managementwechsel. Erfreulich sei auch, dass es anders als bei den letzten Quartalszahlen keine bösen Überraschungen gegeben habe, sagte ein Analyst.

Insbesondere Absatzeinbrüche bei den Slim-Fast-Diätprodukten (minus 21 %) und der Parfümmarke Calvin Klein (minus 18,7 %) haben Unilever im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Insgesamt sank der Umsatz, gemessen zu konstanten Wechselkursen, um 2 % auf 47,7 Mrd. Euro. Unter Einbeziehung der Wechselkursschwankungen betrug der Umsatzrückgang 12 %.

Im Rahmen des Wachstumsprogramms hat sich Unilever auf seine Top-Marken wie Dove, Knorr, Axe und Omo konzentriert. Doch diese Marken legten zusammengenommen 2003 nur 2,5 % zu. Damit verfehlte der Konzern das selbst gesteckte Ziel eines Wachstums von 5 bis 6 % deutlich. Das hatte das Unternehmen schon im Laufe des Jahres eingestehen müssen. Durch Kostensenkungen gelang es dennoch, den operativen Gewinn (vor außerordentlichen Aufwendungen und Goodwill-Abschreibungen) um 6 % auf 7,5 Mrd. Euro zu steigern; der entsprechende Reingewinn stieg um 10 % auf knapp 4,28 Mrd. Euro. Das lag am oberen Ende der Markterwartungen. Die operative Gewinnmarge von Unilever erhöhte sich damit von 14,9 auf 15,7 %.

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