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16.10.2012

21:23 Uhr

Continental-Chef Degenhart

Kleinere Autozulieferer vor schwerer Krise

Der Autozulieferer Continental muss bereits einige kleinere Lieferanten wegen der schleppenden Nachfrage in der Branche stützen, so der Conti-Chef in einem Interview. Die gesamte Autoindustrie müsse Folgen fürchten.

Continental-Chef Elmar Degenhart fürchtet um die Innovationskraft der Automobilbranche. dpa

Continental-Chef Elmar Degenhart fürchtet um die Innovationskraft der Automobilbranche.

Hamburg/HannoverContinental-Chef Elmar Degenhart fürchtet bei einer anhaltenden Flaute der Auto-Verkaufszahlen um die kleinen Zulieferbetriebe. Conti stütze jetzt schon vereinzelt Betriebe, sagte Degenhart der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe). „Dauert die Absatzkrise in Europa länger als zwei Jahre, geraten einige dieser Zulieferer in schwere Zeiten.“

„Denn wenn es eng wird, sparen insbesondere Mittelständler an den Fixkosten. Das geht auf Kosten der Innovationskraft und ist fatal“, sagte Degenhart dem Blatt. Mittelfristig sei der Schaden enorm. „Dann hat das Auswirkungen für die ganze Automobilindustrie, die in Summe an Innovationskraft verliert.“

„Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, inklusive der Automobilindustrie. Es kann nicht in unserem Interesse sein als Systemlieferant, aber auch nicht im Interesse der Hersteller, dass es dort zu größeren Problemen kommt“, sagte der 53-Jährige Chef des Autozulieferers.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Brasil

16.10.2012, 22:44 Uhr

Herr Degenhard, man kann nur hoffen dass es sehr bald zu dem kommt was Sie befuerchten!
Niemals sonst wuerde sich in diesem Lande was aendern! Der Mittelstand und die Freiberufler sind die einzigen Gruppen, die durch Taten, aktiv etwas bewegen koennten, aber sie tun es einfach nicht und schauen ihrem Untergang seit Jahrzehnten zu, wie das Kaninchen der Schlange, immer in der Hoffnung dass es den Nachbarn trifft!

Account gelöscht!

17.10.2012, 12:10 Uhr

Die Autoindustrie mit deren Lieferanten ist das Herzstück der deutschen Wirtschaftsleistung und es hängen sehr viele Arbeitsplätze davon ab. Einige in der Branche diskutieren schon über Kurzarbeit, wobei es gibt noch wenige in der Branche die auch in Zeiten der Krise gut dastehen. Conti Hauptaktionär Schaeffler glänzte mit guten Quartalszahlen und versicherte keine Kurzarbeit

Leon

21.10.2012, 18:12 Uhr

Dass es bei Conti zu Kurzarbeten kommt, hat Dgenhart bereits ausgeschlossen und dass selbst die derzeitige Situation an den Zahlen des Unternehmens nichts ändern wird. Für nächstes Jahr erwartet Conti gar ein Wachstum in PKW und leichten Nutzfahrzeugen. Sehr lobenswert dass Conti seine Zulieferer in der schwirigen Lage stützt. Und mit Schaeffler as Hauptaktionär hat Conti ohnehin viele Vorteile in der Zuammenarbeit, Entwicklung von Innovationen und eine gute Vernetzung. Da Schaeffler als Unternehmen nicht nur gut aufgestellt ist, sondern auch weltweit in mehr als 60 Branchen tätig ist.

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