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31.10.2014

12:30 Uhr

Continental-Konkurrent

Autokrise in Russland belastet Nokian

Ein schwacher russischer Automarkt und der Rubel-Verfall belasten den finnischen Reifenhersteller Nokian. Der Continental-Konkurrent enttäuschte die Erwartungen – auch mit seinem Ausblick.

Der Reifenhersteller Nokian musste einen Gewinneinbruch um 25 Prozent einstecken. Reuters

Der Reifenhersteller Nokian musste einen Gewinneinbruch um 25 Prozent einstecken.

HelsinkiDie Ukraine-Krise verdirbt dem finnischen Reifenhersteller Nokian Renkaat die Geschäfte. Die Schwäche des russischen Automarkts und der Rubel-Verfall drückten den Betriebsgewinn im vergangenen Quartal um 25 Prozent auf 72 Millionen Euro, wie der Continental-Konkurrent am Freitag mitteilte.

Das war deutlich weniger als von Analysten erwartet. Auch die Ergebnisprognose fürs Gesamtjahr liegt weit unter den Expertenschätzungen. Das Management rechnet mit einem Rückgang von bis zu 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Das auf Winterreifen spezialisierte Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren vom Ausbau seiner Präsenz in Russland profitiert. Mittlerweile wird rund ein Drittel der Umsätze dort erwirtschaftet. Dann jedoch begann die russische Wirtschaft zu schwächeln, und die Ukraine-Krise brach aus. Die Verbraucher sind verunsichert und kaufen weniger Autos - auch weil ausländische Marken durch den Kursrückgang des Rubel teurer werden.

Von

rtr

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