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23.02.2016

10:07 Uhr

Covestro

Bayer-Abspaltung gelingt Gewinnsprung

Die Bayer-Tochter Covestro hat ein erfolgreiches Startjahr an der Börse hingelegt. Unter dem Strich legte der Gewinn um mehr als ein Viertel zu. Den Aktionären winkt eine Einstandsdividende von 70 Cent je Aktie.

Der Kunststoffhersteller hat sein Ergebnis unter dem Strich um mehr als ein Viertel gesteigert. dpa

Covestro-Zentrale in Leverkusen

Der Kunststoffhersteller hat sein Ergebnis unter dem Strich um mehr als ein Viertel gesteigert.

FrankfurtEine kräftige Nachfrage nach Polycarbonaten und niedrigere Rohstoffkosten haben beim Chemieunternehmen Covestro im vergangenen Jahr für einen Gewinnschub gesorgt. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) erhöhte sich 2015 um gut 41 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro, wie die Bayer-Tochter am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich kletterte der Konzerngewinn um mehr als ein Viertel auf 343 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 12,08 Milliarden Euro, ein Plus von 2,7 Prozent.

Der Vorstand erreichte damit seine Prognose, die bei einem leichten Umsatzplus einen deutlichen Ergebnisanstieg vorgesehen hatte. Rund lief vor allem das Geschäft mit Polycarbonaten, etwa für die Auto-, Möbel- und Haushaltsgeräteindustrie, dessen Ergebnis sich im vergangenen Jahr mehr als verdreifachte.

Bayer hatte seine Kunststofftochter im vergangenen Oktober an die Börse gebracht. Im vierten Quartal machte Covestro wegen Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang einen Nettoverlust von 84 (Vorjahr minus fünf) Millionen Euro. Den Aktionären winkt gleichwohl erstmals eine Dividende von 70 Cent je Aktie. Davon profitiert auch Bayer: Die Leverkusener halten noch rund 69 Prozent an Covestro. Für das laufende Jahr stellte der Vorstand ein Mengenwachstum im Kerngeschäft im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht, auch will Covestro wieder seine Kapitalkosten verdienen. Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose gab das Unternehmen noch nicht ab.

Für dieses Jahr stellt Covestro seinen Aktionären eine Steigerung der Dividende in Aussicht. „Geplant ist eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses“, sagte Finanzchef Frank Lutz in Köln. „Und auch mittelfristig wollen wir unsere Aktionäre mit attraktiven Ausschüttungen erfreuen: Unser Ziel ist, die Dividende weiter zu steigern oder zumindest stabil zu halten.“

Covestro fertigt Vorprodukte für die Auto-, Möbel-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie. Kunststoffe des Unternehmens finden sich im Schaumstoff von Matratzen, Autositzen, aber auch in Blu-ray-Discs und dem Fußball-WM-Ball.

Von

rtr

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