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08.02.2004

13:53 Uhr

Dänen machen nach Holsten-Kauf nicht Schluss

Carlsberg will Expansion in Deutschland fortsetzen

Carlsberg sucht nach Holsten weitere deutsche Brauereien, die der dänische Konzern aufkaufen kann. Auch Bitburger hat nach eigener Aussage "noch Durst".

HB BERLIN. Die dänische Brauerei Carlsberg schaut sich auf dem deutschen Brauerei-Markt weiter nach Zukäufen um. Der Konzern, der erst vor kurzem die Hamburger Holsten-Gruppe übernommen hatte, hat noch 1,5 Milliarden Euro für Akquisitionen, wie Carlsberg-Chef Nils Andersen dem Nachrichtenmagazin «Focus» sagte. Diese Summe habe der Aufsichtsrat «bereit gestellt».

Den Schwerpunkt der Expansion legt Andersen laut «Focus» auf Deutschland. Dabei habe er besonders die Jever Brauerei und die Berliner-Pilsener-Gruppe im Visier, die zum Konzern Brau und Brunnen gehören, so der Carlsberg-Chef. Ende des Monats sollen dem Bericht zufolge Gespräche auf höchster Ebene zwischen Dänen und Deutschen geführt werden.

Unterdessen ist Brau-und-Brunnen-Chef Michael Hollmann nach «Focus»-Informationen selbst auf Einkaufstour. Dabei gehe es um die süddeutschen Brauereien Fürstenberg und Ganter sowie um eine südwestdeutsche Brauereigruppe. Insgesamt stünden Hollmann 120 Millionen Euro für weitere Zukäufe zur Verfügung.

Auch die Bitburger Brauerei will dem Bericht zufolge weitere Brauereien in Deutschland schlucken. «Wir haben noch Durst», zitierte «Focus» den Bitburger-Chef Michael Dietzsch. Für weitere Akquisitionen könne Bitburger über 500 Millionen Euro verfügen. Nach der Übernahme von König Pilsener und Licher von Holsten «würde ein Weißbier gut zu Bitburg passen», so Dietzsch.

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