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07.05.2013

15:26 Uhr

Daimler-Chef Zetsche

Google-Auto sehen aus wie „Mondlandefähre“

Autobauer Daimler will mit Mietangeboten und automatischen Fahrsystemen jüngere Kunden gewinnen. Auf einer Internetkonferenz sagt Konzernchef Dieter Zetsche, warum Googles selbstfahrende Autos kein Vorbild für ihn sind.

Dieter Zetsche, der Vorstandschef von Daimler. dpa

Dieter Zetsche, der Vorstandschef von Daimler.

BerlinDer Chef von Autobauer Daimler kann den selbstfahrenden Autos von Internetriese Google wenig abgewinnen. „Wenn sie mal so ein Google-Fahrzeug gesehen haben, dann sieht das etwa so aus wie eine Mondlandefähre“, sagte Dieter Zetsche auf der Internetkonferenz re:publica über die Google-Autos mit ihren aufmontierten Sensoren. Daimlers Ziel sei es, Sensoren und Fahrautomatik nahtlos in Autos einzubauen.

Zetsche nannte als Beispiel teilautomatische Systeme in einigen Daimler-Fahrzeugen, die beim Stop-and-Go-Verkehr das Fahren übernehmen können. Ein nächster Schritt sei etwa eine Technik, die es Fahrern erlaube, ihr Auto vor dem Parkhaus abzustellen - das Fahrzeug soll dann selbst einen freien Platz finden. Es sei jedoch wichtig, dass auch bei automatischen Fahrsystemen der Fahrer die Kontrolle behalte - nicht zuletzt, weil Autofahren Spaß mache.

Zetsche warb auch für Daimlers Carsharing-Angebot „Car2go“, bei dem Autofahrer Wagen stundenweise mieten können. Mit „Car2go“ sei Daimler inzwischen in 19 Städten vertreten und erreiche 350.000 Kunden. In vier Städten sei das Unternehmen profitabel. „Natürlich ist das ein Geschäftsmodell“, sagte Zetsche. „Wir glauben, dass wir bis Mitte des Jahrzehnts bereits in 50 Städten sein können.“ Die Expansion soll sich nicht auf Deutschland beschränken: „Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob Car2Go in chinesischen Städten funktioniert.“ Dort seien Daimlers Smarts beliebt, die auch die Flotte von „Car2go“ ausmachen.

Dass Carsharing potenzielle Kunden vom Autokauf abhalte, glaubt Zetsche nicht. Die Art der Mobilität verändere sich besonders in Städten. Dort nutzten viele Menschen mehrere Verkehrsmittel wie Auto, Bus, Bahn und Fahrrad je nach Situation. „Wenn sich Dinge verändern, wenn sich das Umfeld verändert, dann ist es immer klug, Teil der Veränderung zu sein.“

Von

dpa

Kommentare (4)

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audi

07.05.2013, 16:58 Uhr


Ihr Kommentar:
Wie üblich wird Volkswagen mit seinen Töchtern:
- VW-Tochter AUDI
- VW-Tochter Porsche

auch weiterhin den Markt vorgeben. Museumsmarken wie BMW und Mercedes kopieren diese Technik und verkaufen sie dann als Markenneuheit.

Es ist bekannt, dass wirkliche Innovationen inzwischen fast nur noch aus dem Mutterwerk von Volkswagen kommen wo Trends gemeinsam mit den Marktführern der IT- und Hochtechnologie entwickelt werden.
Auch Google muss auf sein Image achten und wird daher nicht mit Firmen zusammenarbeiten, die veraltete Technik ihren Kunden als Neuheit verkaufen wollen.


Gelehrter

07.05.2013, 19:00 Uhr

"Museumsmarken"?? Klar, wer sich hier audi nennt, von dem ist auch kein objektives Kommentar zu erwarten. Fakt ist, das BMW in sachen Innovation deutlich vor dem VW Konzern steht.

blackdust

07.05.2013, 20:43 Uhr

Wo ist bleibt denn der Beweis für diesen Fakt?! Jeder weiß, dass VW bereits mehrfach als innovativster Automobilkonzern ausgezeichnet wurde, vor BMW liegen (logischerweise) noch Toyota und Mercedes! Für die letzten Ungläubigen:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/automotive-innovations-award-2013-das-sind-die-innovativsten-autobauer-der-welt/8155174.html?slp=false&p=3&a=false#image

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