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29.01.2014

15:15 Uhr

Daimler

Die neue Stärke des Dr. Z

Nach dem Abgang von Kronprinz Renschler ist der Daimler-Chef Zetsche im Konzern unangefochten - sogar eine Vertragsverlängerung scheint möglich. Seine Nachfolge ist dagegen wieder völlig offen.

Daimler-Chef Zetsche könnte länger an der Konzernspitze bleiben. dpa

Daimler-Chef Zetsche könnte länger an der Konzernspitze bleiben.

StuttgartDer überraschende Abgang von Daimler -Produktionsvorstand Andreas Renschler heizt Spekulationen an, Vorstandschef Dieter Zetsche könnte den Autobauer über 2016 hinaus führen. Renschler galt als ein Kandidat für Zetsches Nachfolge. Nun werden die Karten neu gemischt - einige Auto-Analysten sehen den ebenfalls als Kronprinz gehandelten Lkw-Chef Wolfgang Bernhard als Favoriten. Auch Finanzvorstand Bodo Uebber werden gute Aussichten zugeschrieben. Doch trotz all der gehandelten Namen - Gewinner könnte Zetsche selbst sein. Sein Vertrag könnte verlängert werden, wenn sich unter seiner Führung die ersten Erfolge mit den vielen neuen Modelle zur Glückssträhne auswachsen. „Zetsches Position ist unangefochten“, hieß es in Unternehmenskreisen nach der Entscheidung von Renschler.

Die Entscheidung über Zetsches Zukunft fällt voraussichtlich Ende 2015. Sein Vertrag läuft Ende 2016 aus. Zetsche selbst hat sich zu seiner Zukunft bislang nicht geäußert. Viele Beobachter halten Zetsches Ausscheiden Ende 2016 für besiegelt, denn auf Druck der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat war sein Vertrag 2013 nur um drei statt wie üblich um fünf Jahre verlängert worden. Die Betriebsräte hatten Zetsche schlechten Führungsstil und fehlende Absprachen etwa über das jüngste Sparprogramm vorgeworfen. Diese Klippe will Zetsche künftig offenbar umschiffen: Inzwischen gehe er mit einer Charme-Offensive auf die Beschäftigten zu, die zurzeit ein enormes Arbeitspensum bewältigen, hieß es in Kreisen des Betriebsrats. So besuche der Daimler-Chef spontan die Produktion oder stelle sich im Intranet-Chat den Fragen der Mitarbeiter.

Gleichzeitig mit der verkürzten Verlängerung von Zetsches Vertrag hatten die Arbeitnehmervertreter durchgesetzt, dass Wolfgang Bernhard, bis dahin Produktions-Vorstand für Mercedes-Benz Cars, den Vorstandsposten mit Renschler, damals Lkw-Chef, tauschen musste. Das angespannte Verhältnis des Effizienztrimmers Bernhard mit den Arbeitnehmervertretern, allen voran mit dem noch bis zur Betriebsratswahl im Frühjahr amtierenden Gesamtbetriebsrats-Chefs Erich Klemm, gilt als größtes Hindernis für seinen Weg an die Daimler-Spitze.

Kommentare (2)

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kapf

29.01.2014, 18:55 Uhr

Dr. Z. steht für Milliardenverluste bei Chrysler und große Sprüche. Z. B. A Klasse - der Angriff - in der Zulassungsstatistik auf Platz 18 fernab der Konkurrenz; die einzige Rettung für Mercedes die Amis und der farblose Audichef Rudi Stadler der auch nicht viel zustande bringt; - wenn die Amis mal merken dass bei Mercedes nicht viel dahinter ist wird es sehr eng da sie auf den anderen Märkten nicht bestehen können.

MostToxic

30.01.2014, 13:07 Uhr

Das selbe habt ihr über Steve Jobs gesagt. Nun merkt ihr er ist ein Held. Das gleice ist jetzt beim Dr. Z. Er ist auch ein Revolutioner. BMW & AUDI und co. haben es jetzt bemerkt und ziehen ihen Hut ab. Du & co. braucht noch ne weile bis der groschen fällt.

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