Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.09.2016

10:30 Uhr

Daimler gegen BMW

Absatz steigt – Mercedes fährt gut im Gelände

VonMarkus Fasse

Mercedes will in diesem Jahr beim Autoabsatz endlich wieder an BMW vorbeiziehen. Vertriebschef Ola Källenius sieht sich dabei klar auf Erfolgskurs. Doch nicht alle Märkte der Stuttgarter wachsen.

Mit einem Zuwachs von 40 Prozent sind die SUVs das am schnellsten wachsende Segment von Mercedes. dpa

Mercedes GLC Coupe

Mit einem Zuwachs von 40 Prozent sind die SUVs das am schnellsten wachsende Segment von Mercedes.

Hamburg2016 soll für Mercedes ein besonderes werden. Erstmals seit zwölf Jahren wollen die Stuttgarter wieder mehr Autos verkaufen als der Rivale BMW. Den jüngsten Absatzzahlen zu Folge dürfte Vertriebschef Ola Källenius dieser Erfolg kaum noch zu nehmen sein.

„Per Ende August liegen wir ziemlich deutlich in Führung“, sagte Ola Källenius. Denn auch im August legte die Daimler-Marke ordentlich zu: Weltweit verkauften die Stuttgarter 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn hat Mercedes seinen Absatz einschließlich der Kleinwagenmarke Smart um mehr als 12 Prozent gesteigert. Zwar liegen die August-Zahlen aus München noch nicht vor. Im Juli hatte BMW jedoch ein Plus von vier Prozent gemeldet, aufs Jahr gerechnet liegt BMW mit 5,5 Prozent über dem Vorjahr.

Die Zuwächse erreichte Mercedes vor allem in Europa und China, wo die Stuttgarter um 25 Prozent zulegen konnten. In den USA hingegen stagnieren die Absätze, in Brasilien gehen die Verkäufe weiter zurück. In Russland sieht Källenius mittlerweile den Boden erreicht, nachdem die Geschäfte im Zuge der Sanktionen stark eingebrochen sind. Die Dieselaffäre lässt die Verbraucher weiter kalt: Nach wie vor verkauft Mercedes in Europa mehr als die Hälfte seiner Autos mit Selbstzünder.

Die Stuttgarter profitieren von ihren neuen Modellen, vor allem von den Geländewagen GLA und GLC. Mit einem Zuwachs von 40 Prozent seien die SUVs das am schnellsten wachsende Segment, sagte Källenius. Zudem schiebt die im Frühjahr eingeführte neue E-Klasse das Geschäft weiter an.

Mitte September kommt das T-Modell hinzu – die Kombis bestreiten in Deutschland die Hälfte des Absatzes. Das T-Modell dürfte im vierten Quartal noch einmal für einen Absatzschub sorgen, rechnet Källenius.

Die Marktführerschaft im Premiumsegment zurückzuerobern ist das erklärte Ziel von Daimler-Chef Dieter Zetsche und Vertriebschef Källenius. Es geht vor allem um das Prestige. 2011 rutschte Mercedes gar auf Platz drei, als auch Audi mehr Autos verkaufte als Mercedes.

Während Audi wieder eingeholt ist, will sich BMW bislang mit dem zweiten Platz nicht abfinden. „Abgerechnet wird zum Schluss“, sagte BMW-Chef Harald Krüger zuletzt. Die Münchener feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Firmenjubiläum und wollen sich die Party von Mercedes nicht vermiesen lassen.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Thomas Behrends

06.09.2016, 11:28 Uhr

Komisch, VW handelt sich Straf- und Kompensationszahlungen von bis zu 30-40 Mrd. EUR für seine Mogelei beim Dieselgate ein und alle anderen Autohersteller bleiben unbehelligt ?! Produzieren die denn saubere Kfz als VW ?

Ich kann mir das nicht vorstellen und wundere mich darüber, dass die US-Umweltbehörden noch keine Maßnahmen gegen Daimler, BMW, Renault, Peugeot, FIAT usw. eingeleitet haben.

Da wird wohl auch mit zweierlei Maß gemessen ?!

Herr Lothar Thürmer

06.09.2016, 11:33 Uhr

Daimler ist eine ganz besonders prächtige Perle in der langen Kette deutscher Spitzenunternehmen. Innovation, Perfektion und höchste Qualität: Darin liegt die Stärke der deutschen Wirtschaft. Ein Vorbild für die Politik?

Herr Toni Ebert

06.09.2016, 11:53 Uhr

Herr Thomas Behrends06.09.2016, 11:28 Uhr


Ich kann mir das nicht vorstellen und wundere mich darüber, dass die US-Umweltbehörden noch keine Maßnahmen gegen Daimler, BMW, Renault, Peugeot, FIAT usw. eingeleitet haben.

Da wird wohl auch mit zweierlei Maß gemessen ?!
--------------------------------------

Jeder, der aus dem Fach kommt, weiß, dass es hier nur um private Zuwendungen an die Personen der U.S. Behörden geht. Der blöde Winterkorn war ja blöd auf allen Gebieten und ein aufgeblasener Fetts.... Darum muss VW nun bluten.

Die anderen Firmen haben zwar sie selbe Diesel-Software von Bosch, aber die haben jeweils x-100 Mio / x-mrd den U.S Behörden auf private Nummernkonten überwiesen und damit ist die Sache beigelegt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×