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15.09.2011

15:19 Uhr

Daimler-Kleinstwagen

Smart-Chefin baut auf Elektroantrieb

VonTino Andresen

ExklusivDie Daimler-Kleinstwagentochter Smart setzt auf der IAA voll auf Elektromobilität. Sie ist dabei zumindest schneller als die deutschen Rivalen BMW und VW. Der E-Smart steht von Mitte kommenden Jahres an beim Händler.

Smart-Chefin Annette Winkler. dpa

Smart-Chefin Annette Winkler.

FrankfurtSmart präsentiert sich auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) diesmal nicht mit den anderen Daimler-Marken in der Festhalle, sondern hat einen eigenen Ausstellungsraum. Der Auftritt spiegelt die Aufwertung zum eigenständigen Geschäftsbereich wider und steht ganz im Zeichen der Elektromobilität. 

Seit gut einem Jahr ist Annette Winkler die Markenchefin. Die promovierte Betriebswirtin hat eine ungewöhnliche Karriere hinter sich: Sie schaffte es an der Spitze der familieneigenen Baufirma schon mit Anfang 30 zur Unternehmerin des Jahres, wechselte wenige Jahre darauf als Pressechefin zu Mercedes, leitete später die Mercedes-Niederlassung in Braunschweig, avancierte zur Chefin von Daimler-Chrysler in Belgien und übernahm vor fünf Jahren die Verantwortung für das weltweite Händlernetz der Marke mit dem Stern. Anfang September 2010 hat sie ihren Traumjob bei Smart angetreten. 

Den Stadtwagen gibt es schon bedeutend länger. „Wir sind Pionier urbaner Mobilität und haben hierfür den Trend bereits vor 13 Jahren gesetzt“, sagt die Smart-Chefin im Gespräch mit Handelsblatt Online. Zumindest mit Blick auf die deutschen Rivalen reklamiert sie die Pole Position zu Recht für die Daimler Tochter. Doch das kann sich angesichts der auf der Messe vorgestellten neuen Stadtautos wie dem VW Up oder dem BMW i3 auch zum Nachteil für Daimler entwickeln. 

Umso wichtiger ist es, dass Smart beim Elektroauto wieder schneller ist – zumindest im Vergleich zu den deutschen Konkurrenten. Von Mitte kommenden Jahres an kann jeder den rein elektrisch angetriebenen Smart kaufen. Das ist eine Premiere, obwohl es bereits die dritte Generation des E-Smarts ist. Für Annette Winkler ist er „ein Auto, das die Welt verändern kann“. Mit 16.000 Euro Anschaffungspreis für den Wagen sowie einer zusätzlichen Monatsmiete von 60 Euro für die Batterie sei er erschwinglich. Für Probefahrten ist er schon seit eineinhalb Jahren unterwegs. 

Eine Auto wie eine Thermoskanne - Smart 4 Vision

Video: Eine Auto wie eine Thermoskanne - Smart 4 Vision

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Künftig wird der Elektro-Smart auf 30 Märkten weltweit vertrieben. „Er wird sich natürlich vor allem dort sehr gut verkaufen, wo es Anreize gibt“, sagt Annette Winkler. Wichtig sind laut ihr Italien, Deutschland, Frankreich und große Städte sowie bestimmte Regionen in den USA. In den Vereinigten Staaten hat Daimler den Smart-Vertrieb inzwischen in die eigene Hand genommen. Für den chinesischen Markt ist der Elektrofloh noch nicht zugelassen.

Kommentare (3)

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Lucrecius

15.09.2011, 16:30 Uhr

Das Elektroauto wird (auf absehbare Zeit) nicht die Welt veraendern.
Das sage ich als Diplomingenieur.
Dieser Smart ist nicht bezahlbar!
Auf welchem Planeten lebt denn die "Smart-Chefin"?

Billy

16.09.2011, 08:32 Uhr

Der elektrische smart wird doch laut Presse ca. 19.000 Euro plus 70 Euro "Batteriemiete" kosten. Das ist kein Schnäppchen, aber doch bezahlbar! Und ich glaube schon, dass in 10 Jahren (wie jetzt mit den rot/gelb/grün Feinstaub-Plaketten) die ersten Städte Verbrennungsmotoren komplett in der Innenstadt verbieten. Wenn sie es sich leisten können, ihre Busse umzurüsten :-)

w.schwachtel

08.11.2011, 10:11 Uhr

zu teuer ! 60 Euro ZUSÄTZICH im Monat für Batteriemiete ?
Hahaha.
Was hab ich dann davon gegenüber einem Benziner ?
Frieren im Winter, weil die Heizung meine Reichweite mindert ? Langes Warten beim Aufladen ?

Da kann ich mir für 10000 einen neuen Daccia Logan kaufen - ohne Spielkram, ein robustes zuverlässiges Auto, das tut und läuft und läuft.

E-Autos werden sich einfach nciht durchsetzen, sind zu "empfindich"...

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