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27.02.2015

14:26 Uhr

Daimler liegt vorn

Deutsche Großkonzerne verdienen prächtig

Krisen? Was für Krisen? Deutschlands Top-Konzerne haben 2014 den internationalen Turbulenzen getrotzt und kräftig zugelegt. Können sie auf weitere Zuwächse in diesem Jahr hoffen?

Spitzenreiter der Rangliste war der Autokonzern Daimler mit knapp 11 Milliarden Euro dpa

Daimler

Spitzenreiter der Rangliste war der Autokonzern Daimler mit knapp 11 Milliarden Euro

FrankfurtMehr Umsatz und deutlich mehr Gewinn: Deutschlands Börsenschwergewichte haben trotz internationaler Krisen im vergangenen Jahr glänzend verdient. Nach einer Auswertung der Unternehmensberatung EY (Ernst& Young) stieg der operative Gewinn von 15 Dax-Konzernen, die bislang Zahlen für 2014 vorgelegt haben, um fast ein Viertel auf 64 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz - ohne Banken - kletterte um 6,5 Prozent auf 599 Milliarden Euro. Auch in diesem Jahr haben die Unternehmen EY zufolge Grund zu Optimismus.

„Der niedrige Ölpreis hilft Unternehmen und Verbrauchern, höhere Reallöhne befeuern den Konsum, das Wachstum in den USA und China kommt den deutschen Exporteuren zugute“, sagte EY-Partner Thomas Harms am Freitag. Auch die Nachfrage in der Eurozone dürfte wieder anziehen - vorausgesetzt ein Austritt Griechenlands und damit eine erneute Eskalation der Euro-Schuldenkrise würden verhindert.

Allerdings müssten sich die Unternehmen darauf einstellen, dass auch das aktuelle Jahr turbulent werde. 2014 hatten unter anderem massive Währungsschwankungen, Spannungen mit Russland und der Krieg in der Ostukraine die Wirtschaft in Atem gehalten.

Dennoch sei 2014 ein gutes Jahr für die Mehrheit der deutschen Top-Konzerne gewesen, sagte Harms. Sie profitierten der Studie zufolge besonders von ihren internationalen Geschäften, vor allem China und die USA seien nach wie vor Wachstumsmärkte.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Von den 15 Dax-Konzernen steigerten demnach zwölf ihren operativen Gewinn (Ebit), kein Unternehmen schrieb operativ rote Zahlen. Spitzenreiter war der Autokonzern Daimler mit knapp 11 Milliarden Euro, vor dem Versicherungsriesen Allianz, der 10,4 Milliarden Euro erwirtschaftete. Den stärksten Gewinnanstieg vor Steuern verbuchte die Deutsche Bank (plus 114 Prozent).

Die Konzerne beschäftigten auch mehr Menschen als im Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter der 15 Unternehmen wuchs unterm Strich um 2 Prozent. Allerdings verzeichneten sechs Konzerne einen Beschäftigungsrückgang, der den Angaben zufolge bei der Commerzbank mit minus 7 Prozent besonders stark ausfiel.


Von

dpa

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