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04.02.2016

10:05 Uhr

Daimler mit Rekordgewinn

Zetsches großes Jahr

Daimler fährt einen Rekordgewinn ein. Die Zahlen sind mehr als eine Genugtuung für Konzernchef Dieter Zetsche.

Nach Rekordgewinn

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Stuttgart/MünchenDaimler hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro, wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte. Der Konzernumsatz stieg um 15 Prozent auf 149,5 Milliarden Euro.

„2015 war ein gutes Jahr für Daimler“, zog Vorstandschef Dieter Zetsche Bilanz. Daimler habe erneut Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis erreicht. Das Unternehmen schnitt damit in etwa so ab wie von Analysten erwartet: Von Reuters befragte Experten hatten ein bereinigtes Ebit von 13,8 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 147,6 Milliarden Euro vorhergesagt.

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Das Nettoergebnis schoss um fast ein Viertel auf 8,9 Milliarden Euro in die Höhe. Daraus will Daimler eine Dividende von 3,25 (Vorjahr: 2,45) Euro je Aktie zahlen. Die Rendite im Pkw-Geschäft war 2015 erstmals seit Jahren wieder zweistellig. Im laufenden Geschäft verdiente Mercedes-Benz operativ 10,0 Prozent vom Umsatz und erreichte damit seine Zielmarke.

Die guten Zahlen sind ein Mix aus vielen günstigen Faktoren: Der niedrige Ölpreis und die gut laufende Autokonjunktur in den USA und Europa sind ein Grund. Dass der schwache Euro den Export von Autos in den Dollarraum besonders attraktiv macht, treibt die Rendite zusätzlich. Hinzu kommt der günstige Modellzyklus bei Mercedes.

Die seit 2013 eingeführte neue S-Klasse hatte es bis Ende 2015 nur mit Auslaufmodellen bei BMW und Audi zu tun und konnte so den Markt voll abschöpfen. An jeder verkaufter S-Klasse, so schätzt man in der Branche, bleiben bei Daimler bis zu 30.000 Euro im Ergebnis hängen.

Auch wenn die S-Klasse in diesem Jahr mit dem neuen Siebener von BMW mehr Gegenwind bekommen dürfte, bleibt Mercedes seinen Wettbewerbern überlegen. Denn die in Detroit vorgestellte neue E-Klasse dürfte 2016 die Konkurrenzmodelle aus Ingolstadt und München auch im Bereich der Dienstwagen-Limousinen ausstechen.

Das gilt auch für das Geschäft mit Lastwagen: Die Konjunktur in den USA läuft weiter rund, in Europa zieht das Geschäft wieder an. Die herben Einbrüche der Verkäufe in Brasilien und Russland konnte Lkw-Chef Wolfgang Bernhard somit ausgleichen und kommt somit seinen Ertragszielen immer näher.

Nach dem starken Wachstum 2015 wird Daimler für dieses Jahr aber etwas vorsichtiger. Der operative Konzerngewinn soll 2016 nur noch leicht steigen. Nach der Lesart von Daimler bedeutet das ein Plus von 2,5 bis zehn Prozent. „Alles deutet darauf hin, dass 2016 ein weiteres gutes Jahr für Daimler wird“, sagte Zetsche. „Aber Erfolge muss man sich immer wieder neu erarbeiten.“ Ein Grund für die leiseren Töne ist der inzwischen größte Einzelmarkt für Daimlers Pkw-Geschäft China. Nach einem Absatzplus von 41 Prozent dank neuer Modelle werde die Wachstumsrate in der Volksrepublik in diesem Jahr moderater ausfallen.

Beim Konzernumsatz erwartet Daimler nicht länger eine deutliche, sondern nur noch eine leichte Steigerung, was beim Umsatz ein Plus von bis zu fünf Prozent bedeutet. Der Absatz von Pkw und Nutzfahrzeugen insgesamt soll dagegen deutlich über die Marke von 2,85 Millionen Fahrzeugen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr hinaus wachsen.

Kommentare (22)

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04.02.2016, 08:44 Uhr

Hätte Daimler mit Zetsche auf die Grün-Sozialistsichen Ideologen unter der Politik von Merkel gehört und auf die E-Mobilität gesetzt würde es Daimler und Zetsche heute nicht mehr geben.
Der Kunde und der Markt wünscht die Vorteile von Benzin und Diesel Autos. Diese Vorteile sind unschlagbar gegenüber der E-Mobilität. Und dies werden diese Grün-Sozialistischen "Schlümpfe" in Berlin mit ihren Subventionen in Form von Kaufanreizen und Steuervergünstigung auch nicht ändern können. Die Vorteile für den Kunden sind einfach bei einen Benziner und Diesel gegenüber dem E-Auto mehr gegeben. Daran werden staatliche Subventionen auch nichts ändern. Und Daimler wie die Gesamt Automobilindustrie sollte sich ja nicht auf diesen E-Auto Subventionsdeal zu ungunsten von Beziner und Diesel einlassen.
Die Martkwirtschaftlichen Geschäfte (=wirtschaftliche Wertschöpfung = Mehrwertschaffung) werden mit Benzin und Diesel Motoren gemacht und nicht mit Grün-Sozialistischen Ideologievorstellung einer marktfeindlichen Merkelpolitik.
Danke!

Herr Peter Delli

04.02.2016, 09:03 Uhr

Wir brauchen mehr E-Autos für die erneuerbare Energie, am Akku arbeiten wir noch
und die erneuerbare Energie hat die Merkel-Regierung schon gesucht.

Herr Hans Mayer

04.02.2016, 09:14 Uhr

Herr Zetsche sollte sich auch schön artig bei den Leiharbeitern bedanken, auch bei den gegängelten Zulieferern, nicht mit Fleiß wurden hier Gewinne "erwirtschaftet",

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