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09.01.2010

14:15 Uhr

Daimler

Vertrag für Zetsche wird wohl verlängert

Beim Stuttgarter Autobauer Daimler ist einem Zeitungsbericht zufolge die Entscheidung für eine Vertragsverlängerung von Konzernchef Dieter Zetsche gefallen, allerdings mit einer verkürzten Laufzeit von drei Jahren. Zetsche will den Fahrzeuge-Absatz kräftig ausbauen. Auch am Renditeziel von zehn Prozent hält der Daimler-Chef fest, lässt den Zeitpunkt aber offen.

Daimler-Chef Dieter Zetsche darf laut "Automobilwoche" drei weitere Jahre bleiben. ap

Daimler-Chef Dieter Zetsche darf laut "Automobilwoche" drei weitere Jahre bleiben.

HB FRANKFURT. Wie das Branchenblatt "Automobilwoche" am Samstag vorab ohne Nennung von Quellen berichtete, soll Zetsches Vertrag im Februar verlängert werden, allerdings mit einer verkürzten Laufzeit von drei Jahren. Daimler wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Zetsches bisheriger Vertrag läuft zum Jahresende aus. Daimler hatte bereits Mitte 2006 beschlossen, seinen Vorständen nur noch Dreijahresverträge zu geben statt der bis dahin üblichen Bestellung für fünf Jahre.

Zetsche ist seit Anfang 2006 Daimler-Vorstandsvorsitzender. Im Laufe desselben Jahres hatte der Aufsichtsrat entschieden, Verträge für Vorstandsmitglieder immer nur noch jeweils für drei Jahre zu verlängern. Zetsches noch auf fünf Jahre ausgelegter Vertrag läuft Ende 2010 aus. Frühestens ein Jahr vor seinem Ablauf kann der Vertrag verlängert werden. Wann die nächste Aufsichtsratssitzung stattfindet, ist nicht bekannt. Der "Spiegel" hatte bereits im vergangenen September berichtet, der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Bischoff wolle Zetsches Vertrag auf der ersten Sitzung des Kontrollgremiums im Jahr 2010 verlängern lassen.

Der "Automobilwoche" zufolge war der frühere Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking zeitweilig als Nachfolger von Zetsche im Gespräch. Demnach habe Daimler-Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm sogar bei Wiedeking nachfragen lassen, ob er sich den Job grundsätzlich vorstellen könne. Hintergrund war die schwierige Lage des Unternehmens in der Branchenkrise und der Streit um die Verlagerung der C-Klasse-Produktion nach Bremen und in die USA. Zwar habe Wiedeking Interesse an dem Job signalisiert. Doch das Thema habe sich erledigt, nachdem Zetsche den Beschäftigten im Mercedes-Werk Sindelfingen eine Arbeitsplatzgarantie gegeben hatte, hieß es.

Margenziel steht

Daimler hatte sich im dritten Quartal zurück in die schwarzen Zahlen gespart, die monatelang verlustreiche Kernsparte Mercedes-Benz Pkw lieferte wieder einen operativen Gewinn ab. Die Zeiten sind für den Oberklasse-Hersteller aber schwierig, weil er weniger als andere Autobauer von der Abwrackprämie profitierte: Im gesamten Jahr 2009 verkaufte Daimler nach Angaben vom Freitag mit weltweit 1,13 Mio. Autos gut zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Zetsche bekräftigte dennoch in der "Automobilwoche" das Ziel, bis 2015 den Absatz auf 1,5 Mio. Fahrzeuge auszubauen. Dabei setze der Konzern besonders auf Wachstum im Kompaktsegment mit den neuen Modellen der A- und B-Klasse, betonte der Vorstandschef. Das Ziel einer Rendite (Ebit-Marge) von zehn Prozent bleibe bestehen. "Es wäre aber heute unlauter zu sagen, wann wir das Gewinnziel erreichen können. Das braucht noch etwas Zeit."

Kommentare (2)

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aruba

10.01.2010, 09:06 Uhr

Guten Tag,.....Herr Zetsche ( egal wieviel er verdient ) ist ein auf den ersten und zweiten blick hochkompetenter und menschlich angenehmer Zeitgenosse. Kein Gehabe, kein Angeben und vor allem kein Windbeutel. in der ganzen bankenwelt gibt es keinen ( wenn ich sage " Keinen " dann meine ich auch " Keinen " ) der ihm in Kompetenz und Ansehen auch nur das Wasser reichen koennte.besten Dank

Joe

10.01.2010, 16:45 Uhr

Herr Zetsche versteht leider nicht, dass Mercedes falsch positioniert ist. Daher wird er keinen Erfolg haben. Audi und bMW haben schon längst überholt. Ein Trauerspiel.

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