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17.02.2013

15:06 Uhr

Daimler widerspricht

Fonds fordern Formel-1-Ausstieg

Motorsport begeistert die Massen, Fondsmanager lässt die Formel 1 anscheinend kalt. Denn Union und DWS fordern, dass Daimler aus dem teuren Vergnügen aussteigt. Der Stuttgarter Autobauer hält dagegen

Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton im Mercedes dpa

Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton im Mercedes

StuttgartDer Daimler-Konzern hat Forderungen zweier Investoren nach einem Mercedes-Ausstieg aus der Formel 1 entschieden zurückgewiesen. „Unser Engagement ist langfristig ausgerichtet. Wir wollen uns nicht aus der Formel 1 zurückziehen. Im Gegenteil“, sagte Konzernsprecher Jörg Howe der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

Zwei Aktionäre plädierten in der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ für einen Rückzug des Unternehmens aus dem Grand-Prix-Sport. Die Fondsgesellschaft Union kritisierte vor allem die Erfolglosigkeit. „Mercedes fährt seit Jahren hinterher, ohne Konsequenzen“, erklärte Union-Manager Michael Muders. „Die Formel 1 ist teuer und bringt dem Konzern nichts.“

Henning Gebhardt von der Fondsgesellschaft DWS urteilte: „Formel 1 ist nicht mehr zeitgemäß, es hilft dem Image nicht.“ Der Manager meinte zudem: „Es ist fragwürdig, wenn in Ländern gefahren wird, die etwa wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehen: Wie soll da die Marke strahlen?“

Howe bekräftigte indes das Engagement in der Formel 1 und wies auf die jüngsten personellen Veränderungen hin. „Wir sind dabei, mit neuen Leuten - Niki Lauda und Toto Wolff - Mercedes GP wieder nach vorne zu bringen und langfristig erfolgreich zu sein“, sagte er.

Im Dezember hatte sich Mercedes von seinem Motorsportchef Norbert Haug nach über 22 Jahren getrennt. Der dreimalige Weltmeister Lauda war schon vor längerer Zeit als eine Art Chefkontrolleur verpflichtet worden. Sein österreichischer Landsmann Wolff ersetzt nun Haug als Gesamtverantwortlicher.

Mercedes tritt in dieser Saison mit dem Fahrerduo Nico Rosberg (Wiesbaden) und Lewis Hamilton an. Der britische Weltmeister von 2008 ist Nachfolger von Michael Schumacher. Der siebenmalige Champion aus Kerpen hat seine Karriere endgültig beendet.

Von

dpa

Kommentare (9)

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ohjehojeh

17.02.2013, 15:23 Uhr

Ja prima!!

Die Massen fordern den ultimativen Ausstieg der Fonds aus der Daimleraktie... Da sie ja keinerlei Ahnung vom Fach haben.....

Seit wann sind die sogenannten uniformierten Managementsöldner, Spreadsheetakrobaten und Zahlenverdreher etwa die besseren Autobauer und Ingeneure?

Also weg mit denen, die nur anderleute Geld saugen, geht gefälligst zurück in Eure Geldspeicher zu Dagobert Duck und esst Geld, fahrt mit Goldbarren und atmet Goldstaub. Glaubt mir, die Welt braucht solcherlei wie Euch bestimmt nicht!

Account gelöscht!

17.02.2013, 15:41 Uhr

Niemand zwingt die Fonds, ausser ihnen vielleicht selbst, in Daimler-Aktien zu investieren. Ich bin mit ihnen bislang ganz gut gefahren und die Formel 1 passte in der Vergangenheit und passt heute zu Mercedes. Und Konsequenzen sind auch gezogen worden. Sooo erfolgreich sind die Fonds nun auch wieder nicht, dass ihnen da Kritik zusteht. Die sollten erstmal ihre eigene Performance verbessern.

Micha

17.02.2013, 16:32 Uhr

Die Fondsmanager verwalten nur das Geld der Anleger, nicht ihr eigenes Geld. Daher ist es fraglich, ob sie überhaupt Forderungen stellen können? Ich habe persönlich auch DWS-Fonds, welche in Daimler-Aktien investiert sind. Meiner persönlichen Ansicht nach ist das Engagement von Daimler in der Formel 1 gerechtfertigt.

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