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30.12.2015

13:55 Uhr

Daimler

Zetsche hebt die Frauenquote an

Daimler will künftig mehr Frauen beschäftigen. Der Autohersteller hebt die Quote für die Belegschaft an – besonders hoch legt er die Messlatte dabei aber nicht. Auch bei den Führungskräften soll sich was ändern.

Bei den Führungskräften soll der Frauenanteil bis 2020 bei 20 Prozent liegen. dpa

Dieter Zetsche

Bei den Führungskräften soll der Frauenanteil bis 2020 bei 20 Prozent liegen.

StuttgartDer Autohersteller Daimler will den Frauenanteil in seiner Belegschaft weiter erhöhen. „Wir haben den Korridor für die Gesamtbelegschaft auf 15 bis 18 Prozent hochgesetzt - bislang lag er bei 12,5 bis 15 Prozent“, sagte Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung sei mit den Betriebsräten kurz vor Weihnachten geschlossen worden. Im Durchschnitt liege der Anteil weiblicher Mitarbeiter derzeit bei 14,9 Prozent. Bei den Führungskräften sind es mehr als 14 Prozent. Bis 2020 sollen es 20 Prozent sein.

Auch bei den Auszubildenden will der Dax-Konzern mehr Frauen beschäftigen. „In der technischen Ausbildung werden wir den Prozentsatz von Frauen auf 14 bis 17 Prozent erhöhen“, sagte Porth. „Generell, also zusammen mit der kaufmännischen Ausbildung, liegt der Zielkorridor jetzt bei 23 bis 27 Prozent.“

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Grundsätzlich gilt ab 1. Januar für 101 börsennotierte, voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen die Frauenquote für Führungspositionen. Bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat muss sichergestellt werden, dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden. Wird der Anteil nicht erreicht, bleiben die Stühle unbesetzt.

Außerdem müssen diese Firmen sowie rund 3500 weitere Unternehmen Zielvorgaben für den Frauenanteil im Vorstand und in zwei weiteren Führungsetagen veröffentlichen. Für die „Zielvorgabe null“ gibt es allerdings keine Sanktionen.

Von

dpa

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