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09.05.2013

02:45 Uhr

Dank Model S

Elektroauto-Pionier Tesla fährt erstmals Gewinne ein

Zehn Jahre nach der Gründung zahlen sich für den Elektroauto-Spezialisten Tesla die gewaltigen Investitionen endlich aus. Der Umsatz stieg um 83 Prozent. Erstmals gab es einen Gewinn. Die Anleger zeigten sich euphorisch.

Soll nächstes Jahr kommen: Model X von Tesla. Reuters

Soll nächstes Jahr kommen: Model X von Tesla.

Palo AltoDer Verkaufserfolg seines Model S hat den Elektroauto-Spezialisten Tesla zum ersten Gewinn in der zehnjährigen Firmengeschichte getrieben. Im ersten Quartal verdiente das Unternehmen unterm Strich gut 11 Millionen Dollar nach einem Verlust von annähernd 90 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Nachbörslich schoss die Aktie um 26 Prozent in die Höhe.

Tesla verkaufte zu Jahresbeginn 4900 der Elektrolimousinen und damit 400 mehr als ursprünglich geplant. „Wir sind zufrieden mit der starken weltweiten Nachfrage nach dem Model S“, schrieb Gründer und Firmenchef Elon Musk seinen Aktionäre am Mittwoch. Der Umsatz sprang um 83 Prozent auf 562 Millionen Dollar (427 Mio Euro) hoch.

Tesla korrigierte auch die Aussichten für den Rest des Jahres nach oben. Das Unternehmen glaubt, dieses Jahr 21,000 Model-S-Wagen ausliefern zu können. Die Nachfrage werde wohl „deutlich höher sein, als wir bisher angenommen haben“, sagte Musk der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Unternehmen hat Kunden jüngst neue Möglichkeiten geboten, das Auto zu finanzieren. Es kostet in den USA gut 70,000 Dollar. Die neuen Finanzierungsmodelle hätten die Nachfrage kräftig angekurbelt.
In der Produktion konnte das Unternehmen an Effizienz gewinnen. Rund 400 Autos pro Woche baue das Unternehmen heute. Gegen Ende des Quartals konnte die Produktionszeit pro Auto um rund 40 Prozent gesenkt werden – mit Potenzial für weitere Effizienzsteigerungen.

Tesla gilt als einer der technologisch führenden Hersteller von Elektroautos. Die hohen Entwicklungskosten und der Anlauf der eigenen Produktion hatten in der Vergangenheit aber immer wieder zu Verlusten geführt. Nun aber zahlt sich der lange Atem der Investoren aus.

Zu den Geldgebern gehören Daimler und Toyota. Beide verwenden die Technik der Kalifornier in ihren Elektroautos. Daimler war 2009 bei Tesla eingestiegen und damit noch vor dem Börsengang der Firma Mitte 2010. Tesla hatte sich mit dem Elektrosportwagen Roadster einen Namen gemacht, es folgte das viertürige Model S. Im kommenden Jahr soll der Crossover Model X erscheinen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Der_ewige_Spekulant

09.05.2013, 09:14 Uhr

Damit ist ein weiteres Vorurteil des Pöbels widerlegt worden:

"Mit Elektroautos lässt sich kein Geld verdienen."

Elektroautos die nur innerhalb der Stadt gefahren werden, sind schon heute ggü. den Autos mit Verbrennungsmotor in der Gesamtrechnung günstiger.

Schauinsland

09.05.2013, 11:01 Uhr

Aber erst mal muss man das Geld für die hohen Anschaffungskosten aufbringen. Und ich Kauf mir nicht ein Auto, um nur in meiner Stadt fahren zu können und Schweißausbrüche bekomme, wenn ich mal weiter weg fahren will. Auch sind die Batterien nach ner Zeit zu erneuern. Und da kommen dann wieder neue Kosten auf einen zu. Denn die Batterie ist das teuerste am Wagen. Und ins Fahrzeug eingearbeitet. Mal eben wechseln ist nicht.

Marc

09.05.2013, 14:29 Uhr

Die E6 von BYD (China) fuhren in 3 Jahren als Taxen fast 300 000 km. Sie hatten als Neuwagen eine Reichweite von 300 km und nach diesen 3 Jahren eine mit ca. 285 km - bei eingeschalteter Klimaanlage! Da der Motor nur ein Bruchteil an beweglichen Teilen hat und das Getriebe mit nur einem Gang auskommt, ist es praktisch neuwertig! Ein Akku kann damit auch mehrere Auto-Leben halten? - Haltet ihr unter diesen Umständen ein E-Auto zu teuer?

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