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28.03.2014

11:00 Uhr

Dank Smartphone-Boom

Spezialmaschinenbauer Manz weiter auf Rekordkurs

Der Boom bei Smartphones zahlt sich für den Spezialmaschinenhersteller Manz aus: Konzernchef Manz kündigte noch besseren Umsatz und weitere Ertragsverbesserungen an – mit einem Wachstum in der Batterie-Industrie.

Dank des anhaltenden Booms bei Smartphones und Tablet-PCs macht der Spezialmaschinenbauer guten Umsatz und bleibt somit weiter auf Rekordkurs. dapd

Dank des anhaltenden Booms bei Smartphones und Tablet-PCs macht der Spezialmaschinenbauer guten Umsatz und bleibt somit weiter auf Rekordkurs.

DüsseldorfDer Spezialmaschinenbauer Manz ist dank florierender Geschäfte mit der Display-Industrie weiter auf Rekordkurs. Konzernchef und Großaktionär Dieter Manz kündigte für 2014 eine neue Bestmarke beim Umsatz und weitere Ertragsverbesserungen an. „Dann werden wir auch netto wieder einen Gewinn verbuchen“, sagte Manz im Interview der Nachrichtenagentur Reuters, ohne eine genaue Prognose zu nennen. Eine Dividende sei aber dennoch kein Thema. „Wir sind ein Wachstumsunternehmen und investieren lieber in die Firma.“

Volle Auftragsbücher stimmen Manz zuversichtlich. „Im Geschäftsbereich Display haben wir nach drei Monaten schon Aufträge über 95 Millionen Euro in der Tasche und damit mehr als die Hälfte des Vorjahresumsatzes in der Sparte“, sagte er. „Der anhaltende Boom bei Smartphones und Tablet-PCs hilft uns.“ Im noch kleinen Geschäft mit der Batterie-Industrie will Manz durch einen Zukauf wachsen und Marktanteile gewinnen. Er habe bereits ein Unternehmen im Visier, erklärte er. In der Sparte setzte Manz 2013 lediglich neun Millionen Euro um. Die Elektromobilität bliebe bislang hinter den Erwartungen, sagte Manz.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im vergangenen Jahr hatte der TecDax -Aufsteiger seine Erlöse insgesamt um knapp 45 Prozent auf 266,2 Millionen Euro gesteigert. Operativ (Ebit) verdiente Manz 3,1 Millionen Euro nachdem der Totalausfall der Solarbranche im Vorjahr noch für einen Verlust von knapp 31 Millionen gesorgt hatte. Unter dem Strich schrieb Manz allerdings nochmals rote Zahlen. Das Minus ging allerdings auf 2,7 Millionen Euro zurück nach einem Fehlbetrag von 33,5 Millionen im Vorjahr. Belastend hätten sich nochmals Abschreibungen auf das Solargeschäft ausgewirkt, das mit 20 Millionen im Minus lag. Aber auch in dem Bereich sieht Manz Licht am Ende des Tunnels. „Der Sparzwang der Solarindustrie wird spätestens zum Jahresende einen neuen Investitionszyklus auslösen“, erwartet er. Manz hatte zu Zeiten des Solarbooms über 60 Prozent seiner Erlöse mit Anlagen zur Herstellung von Solarzellen und -modulen gemacht, zuletzt waren es nur noch knapp vier Prozent.

An der Börse kamen die Firmennachrichten gut an: Die Aktien notierten mit 66 Euro rund 2,5 Prozent im Plus. Vor einem Jahr waren die Titel lediglich ein Drittel dessen wert.

Von

rtr

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