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30.01.2013

01:23 Uhr

„Das ist Rassismus“

VW-Super-Bowl-Spot im Kreuzfeuer der Kritik

In den Werbe-Pausen des Superbowl kämpfen Marken in den USA um Aufmerksamkeit wie nie. Der deutsche Autobauer VW bekommt davon für seinen Spot bereits im Vorfeld eine Menge: Es hagelt Kritik von allen Seiten.

Ein roter Volkswagen sorgt für Aufregung. dapd

Ein roter Volkswagen sorgt für Aufregung.

WashingtonVolkswagen will beim Football-Finale in den USA am Sonntag einen Werbe-Clip ausstrahlen lassen, an dem sich schon im Vorfeld die Geister scheiden. Der 60-Sekunden-Spot mit einem hellhäutigen New-Beetle-Fahrer , der einen starken jamaikanischen Akzent hat, sei zuvor einem breit gefächerten Test-Publikum einschließlich Jamaikanern vorgestellt worden, sagte VW-Manager Mark Gillies am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

An den Planungen für Sonntag habe sich nichts geändert - auch nicht nach der Vorab-Verbreitung des Clips über YouTube, die zu heftigen Debatten geführt hatte.

Der Spot steht unter dem Motto „Get In, Get Happy“ und dreht sich um das Arbeitsleben des Angestellten Dave, der einen roten New Beetle fährt, praktisch den Urahnen des Käfers. In dem Spot gibt er an, er stamme aus dem US-Bundesstaat Minnesota. Deutlich hebt sich der VW-Fahrer in dem Spot von seinem schlecht gelaunten Umfeld ab, durch Sorglosigkeit und Zuversicht.

„Ich war schockiert - das ist rassistisch“, sagte Barbara Lippert von Mediapost.com dem US-Sender NBC. Der schwarze „New York Times“-Kolumnist Charles Blow ging ebenfalls auf Distanz dazu, dass einem hellhäutigen Mann die Stimme eines Farbigen unterlegt wurde.

VW-Manager Gillies zeigte sich über die Kritik erstaunt. Die Haupt-Botschaft der Werbung, „die einige vergessen zu haben scheinen“, bestehe darin, dass das Fahren eines New Beetle „den Tag erfreulicher gestaltet“.

Auf dem Internetportal YouTube setzten sich die Kritiker zunächst nicht durch. Am Dienstag gab es 3.000 positive Bewertungen des Spots - und nur rund 200 negative. Angeklickt wurde der Werbe-Spot in kurzer Zeit von mehr als 600.000 Internet-Nutzern.

Die Werbezeiten beim Super Bowl ziehen stets große Aufmerksamkeit auf sich, weil das Ereignis in den USA mit Rekord-Einschaltquoten einhergeht.

Von

afp

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

30.01.2013, 04:38 Uhr

Also ist es rassistisch, wenn ein Schwarzer einem weißen seine Stimme leiht? Gott ja es ist rassistisch auch noch darauf herum zu reiten. Ich habe es jedenfalls nicht erkannt.

Account gelöscht!

30.01.2013, 05:43 Uhr

Wird doch immer verrückter in dieser Welt. Ist so langsam Alles anscheinend gleich mit Etiketten wie "rassistisch", "antisemitisch", "frauenfeindlich" etc. versehen.
In was für einer Welt leben wir denn?
Ist doch nicht mehr normal, wenn man bei jeder Handlung, jeder verbalen Äußerung Angst haben muß, irgend jemanden auf den Schlips zu treten.
Künftig also braucht man immer einen Rechtsanwalt im Schlepptau?
Geht's so weiter, dann fällt jegliche Kommunikation weg aus Angst, in irgendein aufgebauschtes Fettnäpfchen zu treten.

DANKE-eva-herr-MANN

30.01.2013, 07:10 Uhr

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