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05.05.2011

08:20 Uhr

Dax-Konzern

Heidelberg Cement verringert seinen Verlust

Bei Heidelberg Cement läuft es immer noch nicht rund, aber immerhin ist der Start ins neue Jahr nicht misslungen: Der Baustoffkonzern hat im ersten Quartal einen geringeren Verlust verbucht als von Analysten erwartet.

Heidelberg-Cement ist der Jahresstart einigermaßen geglückt. Quelle: dapd

Heidelberg-Cement ist der Jahresstart einigermaßen geglückt.

StuttgartHeidelberg Cement wappnet sich mit Preiserhöhungen gegen steigende Rohstoff- und Energiekosten. Dabei kam dem deutschen Branchenführer die anziehende Nachfrage nach Zement, Kies und Beton im Aufschwung zu pass. Nach dem schneereichen Dezember spielte auch die Witterung HeidelbergCement in die Karten, da die traditionell absatzschwachen Wintermonate Januar bis März in diesem Jahr in Europa weniger kalt ausfielen.

Der Umsatz legte daher im ersten Quartal unerwartet kräftig um 19 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Nach Steuern und Zinsen belief sich der Fehlbetrag lediglich auf 120 Millionen Euro, vor Jahresfrist hatte das mit Holcim, Cemex und Lafarge konkurrierende Konzern noch ein Minus von 162 Millionen Euro verbucht.

„In einigen Märkten ist es uns bereits gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen“, sagte Vorstandschef Bernd Scheifele. Er rechnet mit weiter steigenden Einkaufskosten für Energie, die Heidelberg Cement in großen Mengen beim Brennen von Zement benötigt. In den Schwellenländern, wo Heidelberg Cement kräftige Absatzzuwächse verzeichnet, befürchtet das Unternehmen zudem eine anziehende Inflation. In den etablierten Absatzmärkten Europa und Nordamerika kalkulieren Scheifele und Finanzvorstand Lorenz Näger mit Lohnzuwächsen und somit höheren Personalkosten. Um diese Kostensteigerungen abzufedern, hatte Heidelberg Cement bereits zu Jahresbeginn ein neues Sparprogramm auf den Weg gebracht: Binnen drei Jahren soll der Cashflow um 600 Millionen Euro verbessert werden. Das Programm sei auf gutem Weg, teilte HeidelbergCement mit.

Der kleinere Konkurrent Dyckerhoff verzeichnete im Auftaktquartal dieses Jahres ebenfalls einen Anstieg des operativen Gewinns, obwohl die Wiesbadener ihren Kunden Preiszugeständnisse machen mussten. Beim Wettbewerber Holcim sanken die Umsätze im Auftaktquartal, da die Baukonjunktur nach der Wirtschaftskrise aus Sicht der Schweizer noch nicht überall auf der Welt wieder rund läuft.

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