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03.06.2013

09:54 Uhr

Defekt am Dreamliner

Neue Akkus sorgen für Probleme

Kurz vor dem Abflug ist eine Boeing-Maschine wegen eines defekten Akkus ausgetauscht worden. Es war nicht der erste Zwischenfall dieser Art. Diesmal war allerdings die Batterie selbst nicht das direkte Problem.

Ein Dreamliner dieser Bauart, hier eine Maschine von China Southern, musste vorerst am Boden bleiben. AFP

Ein Dreamliner dieser Bauart, hier eine Maschine von China Southern, musste vorerst am Boden bleiben.

TokioBei der Fluggesellschaft Japan Airlines hat eine 787 Dreamliner mit neuen Akkus für Probleme gesorgt. Kurz vor einem geplanten Flug der Boeing sei die Maschine wegen eines defekten Drucksensors an ihrer Lithium-Ionen-Batterie vorsorglich gegen eine ältere 767 ausgetauscht worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Fehler sei durch ein Klebeband entstanden, das sich versehentlich auf dem Sensor befunden habe. Am Akku selbst habe es keine Fehlfunktion gegeben.

Der betroffene Dreamliner sollte am Sonntag von Tokio nach Peking fliegen. Erst vor kurzem hatten die 50 weltweit ausgelieferten 787 nach dreimonatiger Zwangspause wieder die Starterlaubnis bekommen. Techniker überarbeiteten die pannenanfälligen Batterien überarbeitet, nachdem es zu mehreren Zwischenfällen gekommen war.

Größte Dreamliner-Flotten (Stand: Ende 2012)

All Nippon Airways

17 Maschinen im Dienst

weitere 49 bestellt

Japan Airlines

7 Maschinen im Dienst

weiter 38 Maschinen bestellt

United Airlines

6 Maschinen im Dienst

weitere 36 Maschinen bestellt

Air India

5 Maschinen im Dienst

weitere 22 Maschinen bestellt

Qatar Airways

5 Maschinen im Dienst

weitere 25 Maschinen bestellt

Ethiopian Airways

4 Maschinen im Dienst

weitere 6 Maschinen bestellt

LAN Airlines

3 Maschinen im Dienst

weitere 23 Maschinen bestellt

LOT (Polen)

2 Maschinen im Dienst

weitere 6 Maschinen bestellt

Japan Airlines zählt mit All Nippon Airways zu den wichtigsten Dreamliner-Kunden. Zusammen haben sie rund die Hälfte ausgelieferten Maschinen im Dienst. Unterdessen kündigte Japan Airlines an, etwa 40 ihrer Boeing 777 ab 2019 ersetzen zu wollen. Infrage kämen dafür sowohl der A350-1000 von Airbus als auch die Boeing-Modelle 787-10X und 777-9X, sagte Direktoriumschef Masaru Onishi. Japan Airlines setzt bei seiner Flotte vor allem auf Boeing.

Von

rtr

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