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19.01.2007

09:36 Uhr

Deftige Lohnforderungen

Metaller bringen sich für Tarifrunde in Stellung

Selbstbewusst gehen die Metaller bei Daimler-Chrysler und Porsche mit deftigen Lohnforderungen auf die anstehenden Tarifverhandlungen in der Metallindustrie zu. Auch einige Arbeitgeber haben schon ihre Vorstellungen geäußert.

HB STUTTGART. Beschäftigte bei Daimler-Chrysler wollen einem Zeitungsbericht zufolge in der anstehenden Metall-Tarifrunde acht Prozent mehr Geld, berichtet die „Stuttgarter Zeitung“. Auch die Beschäftigten beim Autobauer Porsche haben eine Forderung ausgesprochen. Sie wollen sogar 9,5 Prozent mehr Lohn.

Die Vertrauensleuteversammlung des Daimler-Chrysler-Standortes Untertürkheim habe am Donnerstag ihre Vorstellungen konkretisiert. Die Gewerkschaftsvertreter einigten sich mehrheitlich darauf, der Tarifkommission eine Entgeltforderung von acht Prozent zu empfehlen.

Bei Porsche haben die Vertrauensleute eine Resolution vorgelegt. Die Forderung von 9,5 Prozent würde die Standorte von Porsche nicht gefährden, heißt es in der Resolution. Erfolge würden nicht nur bei dem Autobauer erwirtschaftet, „sondern auch in der Fläche und in der Gesamtwirtschaft“. Die Porsche-Beschäftigten erklärten, die Belegschaft sei „bereit zu kämpfen und falls erforderlich auch zu streiken.“

Die Metaller im Südwesten befassen sich am kommenden Donnerstag in Leinfelden-Echterdingen mit der Tarifrunde. Dort sollen erste Beschlüsse zur Forderung gefasst werden. Die Tarifverhandlungen in der deutschen Schlüsselindustrie mit bundesweit rund 3,5 Mill. Beschäftigten beginnen im März. Mehrere regionale Metallarbeitgeber haben sich bereits für einen Konjunkturbonus ausgesprochen, der als Einmalzahlung ausgeschüttet und für Altersteilzeitrücklagen oder die Rentenvorsorge verwendet werden könne.



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