Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.01.2007

11:51 Uhr

Demag Cranes

Kranhersteller setzt auf Service

Der Kranhersteller Demag Cranes erwartet angesichts der guten Weltkonjunktur im laufenden Geschäftsjahr ein überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn. Im größten Geschäftsbereich Industriekräne profitiert Demag nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden von der Einführung einer neuen Produktgeneration.

gil DÜSSELDORF. Der Vorstandsvorsitzende Harald Joos nannte auf der Bilanzpressekonferenz für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2006/07 als Ziele ein Umsatzplus von sieben bis zehn Prozent und eine Steigerung des operativen Ergebnisses zwischen 20 und 29 Prozent.

Im größten Geschäftsbereich Industriekräne profitiert Demag nach Aussage von Joos von der Einführung einer neuen Produktgeneration. Hier sieht sich das Unternehmen zusammen mit Kone als Weltmarktführer mit einem Anteil von jeweils rund zwölf Prozent. Im Bereich Hafentechnologie erwartet der Vorstand ein weiteres Ansteigen des weltweiten Containerverkehrs und dadurch ein Umsatzplus von rund zwölf Prozent.

Im mit einem Anteil von 60 Prozent am Gewinn renditestärksten Bereich Services sieht Joos einen gigantischen Nachholbedarf im Markt. Der Trend zur Auslagerung von Instandhaltung und Modernisierung und die hohe Zahl von weltweit 650 000 Demag-Kränen bedeute ein großes Potenzial. Mittelfristiges Ziel ist es, bei der Hälfte dieser Kräne den Service zu übernehmen.

Für das Geschäftsjahr 2006/07 sollen die Aktionäre des seit vergangenem Juni an der Börse notierten Unternehmens eine Dividende von einem Euro je Aktie erhalten. Demag Cranes hat den Umsatz um zwölf Prozent auf 987 Mill. Euro gesteigert und den Jahresüberschuss von 0,5 auf 22,1 Mill. Euro erhöht. Damit seien alle selbst gesteckten Ziele erreicht oder übertroffen worden. „Die Restrukturierung ist abgeschlossen“, sagte Finanzvorstand Dirk Kiessling.

Das früher zu Mannesmann und dann zu Siemens gehörende Unternehmen war 2002 von einer Holding übernommen worden, die Siemens und dem Finanzinvestor KKR gehörte. Diese haben Ende 2006 ihren Anteil über die Börse verkauft. Seitdem ist Demag Cranes zu über 90 Prozent in Streubesitz.

Die Aktie war im Juni erstmals zu 22 Euro notiert worden, fiel danach zunächst unter den Ausgabekurs, hat sich danach aber zu einer der erfolgreichsten Neuemissionen des vergangenen Jahres entwickelt. Gestern notierte das Papier mit Kursen um 43,50 Euro rund 1,5 Prozent höher als am Vortag. Analysten empfehlen die Aktie überwiegend als Kauf, verweisen aber auf den schon recht hohen Kurs für das Papier.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×