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09.05.2011

11:40 Uhr

Demag

"Terex-Offerte ist unzureichend"

Der US-Baumaschinenkonzern Terex stößt mit seiner Übernahmeofferte für den Düsseldorfer Kranbauer Demag Cranes auf Ablehnung. Vor allem Großaktionär Cevian ist unzufrieden mit der Terex-Offerte.

Ein Demag-Coilmaster-Kran mit Kabinensteuerung sorgt für eine "Just-in-time-Lieferung" für die Automobilindustrie. Quelle: dpa

Ein Demag-Coilmaster-Kran mit Kabinensteuerung sorgt für eine "Just-in-time-Lieferung" für die Automobilindustrie.

Düsseldorf

"Das Übernahmeangebot von 41,75 Euro pro Aktie ist vollkommen unzureichend und spiegelt in keiner Weise das Wertpotential des Unternehmens wider", sagte Lars Förberg, Gründungspartner von Cevian Capital, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Der Hedgefonds hält rund zehn Prozent an Demag. Terex bietet rund 884 Millionen Euro für den Kranbauer. Die feindliche Offerte liegt seit einer Woche auf dem Tisch. Das Demag-Management hat sich bislang weder für noch gegen die Offerte ausgesprochen.

Cevian war vor einem Jahr bei Demag eingestiegen, als der Konzern noch mit den Folgen der Wirtschaftskrise rang. Damals notierte der im Nebenwertindex MDax enthaltene Titel noch bei rund 20 Euro. Der als kritisch geltende Investor begründete sein Engagement bei den Düsseldorfern damit, von der Technologieführerschaft des Konzerns überzeugt zu sein und den Kurs des Managements stützen zu wollen. Im Herbst vergangenen Jahres geriet Demag dann ins Visier von internationalen Rivalen. Neben Terex hatte auch der finnische Kranbauer Konecranes Interesse angemeldet. Das sorgte an der Börse für einen Kurssprung auf über 40 Euro. Am Montag kosteten die Papiere um die 46 Euro.

Das Management um Vorstandschef Aloysius Rauen hat sich allerdings bislang gegen einen Zusammenschluss gestemmt und Gespräche mit den Investoren abgebügelt. Eine Fusion sei nicht im Interesse der Anteilseigner und Mitarbeiter. Speziell bei den Finnen ist ein Arbeitsplatzabbau zu erwarten, da es zahlreiche Überschneidungen bei den jeweiligen Geschäften gibt.

Auch bei Analysten stößt das Terex-Angebot auf Kritik. So erklärte WestLB-Experte Achim Henke zuletzt: "Ich glaube, Terex muss 50 Euro (je Aktie) auf den Tisch legen, um mit seinem Angebot erfolgreich zu sein". Er bewerte allein das operative Geschäft von Demag - unabhängig von Fusionsspekulationen - mit 45 Euro je Aktie.

Von

rtr

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