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31.03.2006

17:45 Uhr

Details des Sanierungsplans

Delphi baut tausende Stellen ab

Der amerikanische Automobilzulieferer Delphi hat Details seines Sanierungsplans vorgestellt. Der insolvente Konzern will bis zu 8500 Stellen abbauen und einige Verträge mit der früheren Mutter GM kündigen.

HB DELPHI. Produktlinien außerhalb des Kerngeschäfts sollen verkauft oder abgewickelt werden, Stellen gekürzt und weitere Verhandlungen mit der Gewerkschaft UAW und General Motors geführt werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Gleichzeitig sollen Pensionsvereinbarungen bis Ende 2006 eingefroren werden.

Weltweit solle bis 2008 ein Drittel der Werke geschlossen werden, teilte das Unternehmen am Freitag weiter mit. Delphi wolle sich auf rentable Bereiche wie Elektronik, Navigation und Sicherheit konzentrieren. In den USA gehörten lediglich acht Betriebe zu diesem Kerngeschäft. Darüber hinaus sollten bis zu 40 Prozent der Corporate-Officer-Stellen gestrichen werden.

Delphi strebt zudem die Auflösung von Lieferverträgen mit General Motors an. Überdies will der Zulieferer seine Tarifverträge aufkündigen. Die unter Gläubigerschutz stehende Delphi hatte ihren Mitarbeitern bereits damit gedroht, den gültigen Tarifvertrag durch das Konkursgericht kassieren zu lassen, um Lohnkürzungen durchzusetzen.

Zu den Sparten, die Delphi bis zum 1. Januar 2008 einstellen oder verkaufen will, gehören Bremsen, Katalysatoren, Kugellager und Armaturen. Delphi hatte im Oktober Konkurs nach US-Recht angemeldet und kann damit unter Gläubigerschutz weiterarbeiten. Es ist das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der US-Automobilindustrie. Das Unternehmen rechnet damit im ersten Halbjahr 2007 aus der Insolvenzverwaltung entlassen zu werden.

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