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20.07.2013

11:47 Uhr

Detroit-Pleite

Auto-Show nicht betroffen von Bankrott

Die jährliche Auto-Show in Detroit ist von der Pleite der US-Großstadt nicht betroffen. Die Finanzlage der Metropole, das Herz der amerikanischen Autoindustrie, hat keine Auswirkungen auf die Messegesellschaft.

Die Auto-Show findet mitten in der Innenstadt von Detroit statt. Sie ist die bedeutendste Automesse des amerikanischen Kontinents. Reuters

Die Auto-Show findet mitten in der Innenstadt von Detroit statt. Sie ist die bedeutendste Automesse des amerikanischen Kontinents.

DetroitDie Pleite der US-Großstadt Detroit hat auf die dort jährlich abgehaltene Auto Show keine negativen Auswirkungen. Die Messegesellschaft und der Veranstaltungsort Cobo Center mitten in der Innenstadt Detroits seien unabhängig von der Finanzlage der Metropole, die als Herz der amerikanischen Autoindustrie gilt, teilte Messe-Chef Rod Alberts am Freitagabend (Ortszeit) mit. Alberts lobte die Entscheidung, Detroit in die Pleite zu schicken und Gläubigerschutz nach dem sogenannten Chapter 9 zu beantragen. „Auch wenn es Viele überrascht hat, es war ein mutiger und positiver Schritt.“ Detroit habe nun die Möglichkeit, von vorn anzufangen.

Alberts betonte, dass die dreistufige Modernisierung des Messe-Standorts Cobo Center im nächsten Jahr abgeschlossen werde. Die Renovierung koste insgesamt 300 Millionen Dollar. Cobo Center werde aber aus regionalen Geldtöpfen und nicht denen Detroits finanziert. Die für Januar 2014 geplante North American International Auto Show ist die bedeutendste Automesse des amerikanischen Kontinents.

Die hoch verschuldete „Motor City“ im US-Bundesstaat Michigan hatte am Donnerstag offiziell Insolvenz angemeldet. Es ist die größte Städtepleite in der Geschichte der USA. Ein Schuldenberg von mehr als 18 Milliarden Dollar (13,7 Milliarden Euro) lastet auf Detroit. Ein Gericht muss noch über den Insolvenzantrag entscheiden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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IsaakNewton

20.07.2013, 18:57 Uhr

Tja, das ist eben der Unterschied zu Deutschland. In den USA ist es fuer die Politiker und Verwaltungen eben nicht so einfach moeglich, mal eben die Steuern und Abgaben zu erhoehen, weil man mehr Geld infolge schlechtem Management braucht. Staedte und auch Bundesstaaten werden dort wie Unternehmen gefuehrt, und das ist gut so !

In Deutschland wuerde man einfach die Gebuehren und Abgaben nach Belieben erhoehen, und schon waere die Welt fuer Politik und Verwaltung wieder in Ordnung. Der Buerger kann sich ja nicht wehren. Ich persoenlich halte diesen Weg fuer sehr schlecht.

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