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30.03.2011

13:22 Uhr

Deutlich mehr Dividende

Solarzulieferer SMA fährt Rekordgewinn ein

Ein gutes Geschäftsjahr 2010 und eine erhöhte Nachfrage nach Solarstromanlagen beflügeln die Zukunftserwartungen des Solarzulieferers SMA. Davon profitieren auch die Aktionäre.

SMA-Chef Günther Cramer erwartet, dass sich die Nachfrage nach Solarstromanlagen deutlich erhöhen wird. Quelle: dpa

SMA-Chef Günther Cramer erwartet, dass sich die Nachfrage nach Solarstromanlagen deutlich erhöhen wird.

Trotz eigentlich rosiger Zukunftsaussichten für die Solarbranche versprüht der Solartechnikkonzern SMA Solar für 2011 wenig Optimismus. Die Rekordwerte des Vorjahres sind wohl erst einmal Geschichte, denn die Kürzungen der Fördermittel in wichtigen europäischen Absatzmärkten würden sicher für eine Stagnation des Solarmarktes sorgen, erläuterte Firmenchef Günther Cramer am Mittwoch die gedämpften Erwartungen. Mittelfristig werde sich die Nachfrage nach Solarstromanlagen aber deutlich erhöhen. Vor allem Nordamerika und Asien wiesen erhebliches Potenzial auf.

Derzeit überwiegt in der ganzen Branche die Skepsis: Auch die Vorstände von Solarworld, Conergy, Q-Cells und Centrotherm erklärten jüngst, die Auswirkungen der Subventionskürzungen seien kaum kalkulierbar.

Eine schwache Nachfrage im Januar und Februar verhagelte dem Weltmarktführer für Wechselrichter schon die Bilanz des ersten Quartals. Nach der ausgebliebenen Jahresendralley hätten die Kunden zunächst ihre Lagerbestände abgebaut, erklärte der Vorstand. Im März habe es allerdings Anzeichen für ein anziehendes Geschäft gegeben. Insgesamt werde der Umsatz im ersten Quartal wohl über 200 Millionen Euro liegen und operativ nur ein ausgeglichenes Ergebnis aufweisen. Vor Jahresfrist hatte der Konzern noch dank des Solarbooms Umsatz- und Ergebnissprünge verbucht: Die Erlöse erreichten 339 Millionen Euro, und operativ verdiente SMA damals rund 92 Millionen Euro.

Für 2011 bekräftigte Cramer seine Prognosen und peilt demnach einen Umsatz zwischen 1,5 und 1,9 (Vorjahr: 1,9) Milliarden Euro an bei einer leicht sinkenden operativen Umatzrendite (Ebit-Marge) auf 21 bis 25 (Vorjahr: 26,9) Prozent.

Das wäre rein rechnerisch im besten Fall ein Ebit von 475 Millionen Euro. 2010 schnellte das Ebit auf 516 (228) Millionen Euro. Netto verdiente SMA im Vorjahr 365 (161) Millionen Euro.

Daran sollen die Aktionäre mit einer um 1,70 Euro auf drei Euro angehobenen Dividende beteiligt werden.

Kommentare (1)

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stillfried

30.03.2011, 11:28 Uhr

Mit diesen unglaublichen 'Erfolgszahlen' 2010 von SMA wird auch da eine künftige Entwicklung kaschiert, die auf einen geschäftlichen Sinkflug schliessen lässt.

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