Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2011

23:25 Uhr

Deutsche Autobauer

Audi und Mercedes wollen hoch hinaus

Die VW-Tochter Audi will in diesem Jahr einen Absatzrekord aufstellen. Die Verkäufe sollen auf 1,2 Millionen Fahrzeuge ansteigen. Auch Mercedes zeigt eine breite Brust. Bei Opel herrscht zumindest Zuversicht.

Auf Geschwindigkeit programmiert: Audis Konzeptauto e-tron Spyder. Reuters

Auf Geschwindigkeit programmiert: Audis Konzeptauto e-tron Spyder.

HB DETROIT. Am Rande der seit Montag laufenden Autoshow in Detroit gab sich Audi-Chef Rupert Stadler sehr selbstbewusst. Im vergangenen Jahr hatten die Ingolstädter weltweit 1,092 Millionen Autos verkauft und ein Plus von 15 Prozent erzielt. In diesem Jahr nun sollen es 1,2 Millionen Wagen werden. Bis 2015 peilt der Premiumhersteller sogar weltweit einen Absatz von 1,5 Millionen Wagen an.

Auf dem US-Markt will Audi 2011 erneut zweistellig wachsen. 2010 hatte der Premiumhersteller die Verkäufe in den USA um fast 23 Prozent gesteigert und erstmals die 100.000er-Marke geknackt. Sollte die Kurve auch in den nächsten Jahren weiter nach oben zeigen, wird eine US-Produktion der Ingolstädter wahrscheinlicher. „Weiteres Wachstum wird die Entscheidung deutlich erleichtern“, sagte Stadler, ohne sich konkreter festlegen zu wollen.

Auch ließ er offen, ob sich Audi dem gerade neu gebauten VW-Werk im Süden der USA anschließen oder tatsächlich ein eigenes Werk bauen könnte. Innerhalb des VW-Konzerns werden die Fertigungskapazitäten flexibel genutzt. So wird beispielsweise künftig der kleine Geländewagen Q3 bei der spanischen Konzernmarke Seat vom Band laufen.

Das Wachstum auf dem US-Markt soll nach Angaben des Managements nicht mit Rabatten befördert werden. „Wir werden nicht auf Biegen und Brechen Markt kaufen“, sagte der Audi-Chef. Auf dem chinesischen Markt rechnet das Management mit weiterem Wachstum, obgleich auch hin und wieder mit einem Dämpfer zu rechnen sei. Die angekündigte Zulassungsbeschränkung in Peking betreffe aber nur ein Prozent des Marktes, sagte Vertriebschef Peter Schwarzenbauer.

Auch Mercedes-Benz hat hohe Ziele. Die deutsche Marke will seine US-Verkäufe um 10 Prozent steigern in diesem Jahr. Dazu sollen neue Modelle wie die neue C-Klasse, der SLK Roadster und die M-Klasse beitragen, sagte Ernst Lieb, US-Chef vom Mercedes, auf der Motorshow in Detroit.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×