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10.01.2011

15:15 Uhr

Deutsche Autobauer

Nach Rekordjahr will VW in den USA angreifen

Der Autobauer Volkswagen hat zum Beginn der Autoshow in Detroit Rekordabsatzzahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Zulegen will der Konzern jetzt vor allem in den Vereinigten Staaten. Dabei gilt: Von Porsche lernen, heißt siegen lernen.

Martin Winterkorn mit Porsche: Der VW-Chef will den Konzern auf dem US-Markt stärken - und orientiert sich dabei am Beispiel des Sportwagenbauers. Quelle: DAPD

Martin Winterkorn mit Porsche: Der VW-Chef will den Konzern auf dem US-Markt stärken - und orientiert sich dabei am Beispiel des Sportwagenbauers.

HB DETROIT. Der Autobauer Volkswagen hat ein Spitzenjahr hingelegt: Konzernweit setzte das Unternehmen im vergangenen Jahr 7,14 Millionen Autos ab - das sind 13,5 Prozent mehr als im Vorjahr 2010 und neuer Rekord, wie Konzernchef Martin Winterkorn jetzt anlässlich der Autoshow in Detroit verkündete.

Und das Unternehmen will weiter zulegen. Für das laufende Jahr peilt es einen Wachstum von mehr als fünf Prozent an. VW-Verkaufschef Christian Klingler sagte am Montag auf der Automesse in Detroit, er rechne mit einem Wachstum des Weltmarktes von fünf Prozent, VW wolle aber Marktanteile hinzugewinnen. Dabei setzt der Autobauer nicht zuletzt auf die USA. Dazu hat VW eine neue Mittelklasse-Limousine für den nordamerikanischen Markt auf die Räder gestellt. Der Wagen wird Passat heißen, ist aber im Vergleich zu dem in Europa angebotenen Modell abgespeckt in der Ausstattung und dadurch billiger.

Für rund 20 000 Dollar (15 500 Euro) soll das Modell später im Jahr bei den Händlern stehen, es liegt damit deutlich unter den gut 27 000 Dollar des Vorgängers. Mit dem Kampfpreis soll der US-Passat vor allem den etablierten asiatischen Wettbewerbern die Kunden abspenstig machen. Toyota Camry, Honda Accord oder Hyundai Sonata gehören zu den Verkaufsschlagern in den USA.

"2011 wird ein Schlüsseljahr für Volkswagen", sagte Winterkorn. Europas Autokonzern Nummer will bis spätestens 2018 auch die weltweite Nummer eins werden und damit Toyota vom Thron stoßen, die Japaner wiederum werden wieder von General Motors angegriffen. Im vergangen Jahr landete VW nach Zahl der verkauften Autos auf Rang drei noch hinter GM. Winterkorn warnte aber selbst: "Auch Toyota wird nicht stehenbleiben."

In den Vereinigten Staaten liegt VW mit weitem Abstand hinter Toyota. Die Japaner verkauften hier im vergangenen Jahr samt ihrer Premiumtochter Lexus knapp 1,8 Millionen Autos. Volkswagen kam inklusive Audi auf 360 000. Der neue US-Passat soll helfen, die Verkäufe drastisch zu steigern. Der Passat ergänzt den ebenfalls jüngst neu aufgelegten, kleineren Jetta. Dieser ist bislang der Liebling der amerikanischen VW-Käufer.

Der US-Passat wird in einer eigens gebauten Fabrik in Tennessee gefertigt. Das neue VW-Werk soll Anfang diesen Jahres offiziell die Produktion aufnehmen. Sorgen um die Qualität macht sich Winterkorn nach eigenen Worten nicht: "Die amerikanische Zulieferindustrie ist besser als ihr Ruf", sagte er. Der Jetta wird in Mexiko produziert. Von dort kommen auch Motoren für den US-Passat.

Kommentare (1)

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Was nützt das in der BRD, wenn VW in den USA angreift???

07.02.2011, 01:31 Uhr

Das eigentliche Thema in der deutschen wirtschaft heisst Steuerentlastung zur Ankurbelung der Konjunktur hier bei uns!

Und dazu brauchen wir deutlich mehr Effizienz beim Einsatz unserer Steuergelder!

Deshalb ist die beamtenreform und die Reform der öffentlich bediensteten nunmehr überfällig !!!

Der beamten- Apparat in bund, Ländern und Gemeinden kostet uns Steuerzahler aus der Freien Wirtschaft inzwischen deutlich mehr als 150 Milliarden EURO jährlich. Neben den 120 Milliarden besoldungsgeldern werden über 30 Milliarden an Pensionszahlungen der Staatskasse entnommen.

Die Gesamtzahl der beamten wurde in konjunkturell “Guten Zeiten“ immer weiter aufgebaut, aber im Gegensatz zur industrie in “Schlechten Zeiten“ nie abgebaut. Es gab nie eine Strukturreform, obwohl diese seit Jahrzehnten gefordert wurde. Würden wir endlich diese Strukturreform angehen, könnten mehr als die Hälfte der heute überflüssigen beamten in den bereichen Verwaltungsbehörden, Finanzämtern, staatlichem Schulwesen etc. durch Dienstleistungs- Firmen ersetzt werden. Heute werden beispielsweise bereits 90 % der Jobs von privaten Dienstleistern vermittelt. Die “ bundesagentur für Arbeit“ könnte längst aufgelöst werden, da dort fast keine Jobs vermittelt werden. Diese nutzlosen Verwaltungsbeamten kosten uns viele Milliarden EURO an Steuergeldern. Dies ist nur eines von vielen beispielen.

Würden wir die Steuerreform im Sinne von Steuervereinfachung (Vorschlag von Friedrich Merz) endlich angehen, könnten wir 80% der Finanzbeamten und öffentlich bediensteten in den aufgeblähten Finanzämtern einsparen. Wieder ein Einsparpotenzial von vielen Mia EURO.

Aber all diese Reformen werden von dem etablierten beamtenapparat systematisch untergraben, um diese Jobs auf Kosten der Steuerzahler und entgegen jeglicher wirtschaftlichen Vernunft zu zementieren. Reformbemühungen aus der Freien Wirtschaft zur beamtenstruktur werden schon im Keim erstickt, denn alle politischen Parteien werden von beamten und öffentlich bediensteten dominiert. Würden wir die Anzahl der beamten halbieren, wie es dem heutigen bedarf entspricht, hätten wir ein Einsparpotenzial von ca. 70 Mia EURO. Damit könnten wir notwendige Reformen finanzieren und zudem unseren Haushalt sanieren.

Aber Frau Merkel spart eben nicht bei den investitionen, wo nur Staatsversorgung betrieben wird bzw. in die Vergangenheit investiert wird, sondern lieber bei investitionen in die Zukunft wie z. b. bei Steuersenkungen oder bei der Verkehrsinfrastruktur mit dem überfälligen Ausbau der Autobahnen in den Alten bundesländern, dort fehlen inzwischen wegen Verkehrsverdoppelung 100% zusätzliche Strassen zur Verbesserung des Wirtschafts- Standortes bRD. Letzte Woche wieder 2mal Totalstillstand mit über 100 km Stau rund um Stuttgart. Hätten wir die notwendigen Entlastungsautobahnen gebaut, wie schon vor 20 Jahren vom ADAC gefordert, würde der Verkehr reibungslos und umweltschonend im CO2-Minimum fliessen !

Mit Frau Merkel steht eben seit Jahren die ganze Wirtschaft im Stau und das kostet die Deutsche Wirtschaft laut unabhängigen Studien ca. 100 Mia EURO jährlich, u. a. durch zusätzlichen Spritverbrauch.

in den 30er Jahren hatte man diesen überflüssigen Staats- bediensteten eine Schaufel in die Hand gedrückt und sie beim Autobahnbau eingesetzt. War eigentlich gar nicht so verkehrt, oder? Die damals gebauten Autobahnen machen etwa die Hälfte des deutschen Strassennetzes aus – obwohl diese inzwischen völlig unterdimensioniert sind! Also setzen wir diese Leute auch heute wieder ein bei der zeitgemässen Anpassung dieser notwendigen Verkehrsinfrastruktur an die aktuellen Verkehrsverhältnisse, denn der Fahrzeugbestand hat sich in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdoppelt.

Wer mit dem Auto unterwegs war, dem drohten im Januar Stillstand, Ärger und Verdruss. Die Verkehrsnetze meldeten unisono „Land unter“. Geldmangel, ineffizienz und vor allem umständliche Planung und Unvermögen bei behörden, Verkehrsträgern und in der Politik sind für diese Situation verantwortlich. Die Verkehrsinfrastruktur wird seither kritisch von allen Seiten beleuchtet. Aktuell sind investitionen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro erforderlich, um das Dilemma zu beenden (ADAC- Motorwelt, Februar 2011) Könnte, wollte, sollte, wäre – die Kassen aber sind leer. Spontane Hilfe, schnelle Unterstützung und sofortige Heilung in allen aktuellen Verkehrsfragen bietet der ADAC. Die Solidargemeinschaft der Autofahrer zeigte bei jeder sich bietenden Gelegenheit Flagge und mischte sich aktiv und überparteilich in alle anstehenden infrastruktur- und Zukunftsfragen ein. Strategische Kreativität ist nun gefragt.

Das Geld dafür ist vorhanden, denn die verkehrsbedingten Steuereinnahmen wie Mineralöl- und Kfz- Steuer sowie Mautgebühren und Abzockerei bei nicht der Verkehrssicherheit dienenden, ungerechtfertigten Radarfallen (siehe ADAC- “Radar- Fallenwarnungen“) betragen 55 Milliarden EURO jährlich ! Oder wollen wir diese Mittel weiterhin zweckentfremden und damit die überflüssigen beamten Durchfüttern ?

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