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01.12.2014

11:38 Uhr

Deutsche Industrie

Unternehmen kämpfen mit Auftragsrückgängen

Die deutsche Industrie hat zu kämpfen: Erneut brechen im November die Aufträge ein, der Einkaufsmanagerindex sinkt auf den niedrigsten Stand seit 17 Monaten und unter die Wachstumsschwelle – die Industrie schrumpft.

Bei den deutschen Exportaufträgen gab es im November den ersten Rückgang seit Juli 2013. dpa

Bei den deutschen Exportaufträgen gab es im November den ersten Rückgang seit Juli 2013.

BerlinDie deutsche Industrie schrumpft. Der Einkaufsmanagerindex sank im November um 1,9 auf 49,5 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilte. Damit fiel das Barometer laut endgültigen Daten nicht nur auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten, sondern auch unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

„Da die Unternehmen derzeit Schwierigkeiten haben, angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten neue Aufträge im In- und Ausland zu gewinnen, schwindet die Hoffnung, dass wir zum Jahresende noch einen nennenswerten Wachstumsschub in der Industrie erleben werden“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

Die Aufträge schrumpften bereits den dritten Monat in Folge – und das so stark wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Bei den Exportaufträgen gab es den ersten Rückgang seit Juli 2013. „Umfrageteilnehmer berichteten von einer nachlassenden Nachfrage vor allem aus China, den USA und Europa“, erklärte Markit. Die Produktion legte nur noch marginal zu.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

01.12.2014, 13:58 Uhr

Mit dieser Meldung sehen sich die EU-Politiker bestätigt, wenn sie feststellen, dass ihre verhängten Sanktionen gegen Russland wirken.

Aus Sicht des Arbeitnehmers, der jetzt um seinen Arbeitsplatz fürchten muss - ganz im Gegenteil zu diesen verantwortungslosen EU-Politikern -, sollte man den Politiker Diäten und Pensionen entziehen und stattdessen arbeiten lassen.

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