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04.08.2015

13:14 Uhr

Deutsche Premium-Autobauer

Warum BMW im Dreikampf zurückfällt

BMW enttäuscht mit seinen Quartalszahlen. Vor allem das schleppende China-Geschäft lässt aufhorchen. Die Produktion dort wird zurückgefahren. Warum Audi und vor allem Daimler in China derzeit besser fahren. Eine Analyse.

„Produktionsanpassungen auf ein niedrigeres Wachstum“. PR

BMW-Brilliance-Werk in Shenyang

„Produktionsanpassungen auf ein niedrigeres Wachstum“.

FrankfurtDie Meinung der Anleger zu den neuesten Quartalszahlen von BMW war eindeutig: Mehr als 2,5 Prozent verlor die Aktie und damit mehr als der Dax, der anderthalb Prozent abgab. Mit einem Kurs von rund 90 Euro ist sie damit wieder auf den Niveau vom Jahresanfang angelangt.

Für den einstigen Liebling der Anleger ist das ein herber Rückschlag. Zumal der Dax seither gut 18 Prozent zugelegt hat. „Weil die Erwartungen gering sind, dürfte die BMW-Aktie weiter unter Druck geraten“, glaubt Philippe Houchois von der Schweizer Großbank UBS.

Investitionsprojekte der Autobauer: BMW plant bis zu 15.000 neue Jobs in München

Investitionsprojekte der Autobauer

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BMW und Audi planen zwei große Entwicklungszentren. Sie orientieren sich am Campus-Stil von Apple und Google. Für München und Ingolstadt sind die Planungen auch ein Kraftakt. Doch es könnte sich lohnen.

Dabei richten die Investoren durchaus den Seitenblick auf die beiden direkten Wettbewerber Daimler und Audi. Die Stuttgarter hatten vor gut zwei Wochen die Markterwartungen deutlich übertroffen. Gerade in China hatte die Marke Mercedes-Benz stark zugelegt. Anders als die schwächelnde Wettbewerber Audi – und jetzt BMW.

Angesichts der zuletzt rückläufigen Verkaufszahlen schaltet BMW in China einen Gang zurück: Der Autobauer stelle sich „mit Produktionsanpassungen auf ein niedrigeres Wachstum“ in der Volksrepublik ein und baue Lagerbestände im Handel ab, sagte Finanzchef Friedrich Eichiner am Dienstag in der Telefonkonferenz nach den Quartalszahlen.

Dies habe vor allem die lokale Produktion des 3er betroffen, der ohnehin kurz vor einer Modellüberarbeitung steht. Generell habe der Konzern die Produktion gegenüber dem Absatz um 16.000 Einheiten zurückgefahren.

Bei BMW war im Mai erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt der Absatz in China geschrumpft. Zudem fielen die Preise vor Ort, Wechselkurseffekte taten ein Übriges. Dem Finanzchef zufolge erhielten die Münchner im zweiten Quartal aus der Volksrepublik 156 Millionen Euro Gewinnbeitrag, das sind 23 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Kommentare (1)

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04.08.2015, 15:48 Uhr

M.E. fährt BMW die völlig falsche Strategie, wenn es den Fokus zu sehr auf Elektro- bzw. Batterieschrottautos legt.

Wenn ich eine 6-stellige Summe in ein Auto investiere, dann will ich den knackigen und brachialen Sound eines V10 oder 12 Monsters im Heck in den Ohren hören und meine Nachbarn ärgern und in den Wahnsinn treiben, und nicht auf Schmusekatze machen.

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