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27.05.2013

07:57 Uhr

Deutsche Rüstungsfirmen

Kleinwaffen-Export boomt

Das Geschäft mit Handfeuerwaffen wirft einen ordentlichen Gewinn ab: Die deutschen Rüstungsfirmen können ihren Ertrag im Jahresvergleich sogar verdoppeln. Dabei ist der Export von Kleinwaffen ganz besonders umstritten.

Ein Polizeioffizier inspiziert in Somalia die Gewehre des deutschen Herstellers Heckler & Koch. dpa/picture alliance

Ein Polizeioffizier inspiziert in Somalia die Gewehre des deutschen Herstellers Heckler & Koch.

BerlinDeutsche Rüstungsunternehmen verdienen nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung” am Export von Kleinwaffen so gut wie nie in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten. Der Wert der im Jahr 2012 genehmigten Ausfuhren sei mit 76,15 Millionen Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr, berichtet das Blatt in seiner Montagsausgabe unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Der Betrag sei höher als alle Vergleichswerte seit Beginn der Erfassung in den Exportberichten der Bundesregierung Ende der Neunzigerjahre.

Der zweithöchste Betrag aus dem Jahr 2009 lag laut dem Blatt bei 70,4 Millionen Euro. Danach sank der Wert der Exportgenehmigungen bis auf 37,9 Millionen Euro im Jahr 2011. Anders als bei den Kleinwaffen ist der Gesamtwert der 2012 erteilten Genehmigungen für die Ausfuhr von Kleinwaffenmunition von 34,6 Millionen Euro im Jahr 2011 laut Ministerium auf 18 Millionen Euro gesunken, berichtete das Blatt weiter.

Kleinwaffen sind laut EU-Definition unter anderem Maschinenpistolen, Maschinengewehre sowie voll- und halbautomatische Waffen. Ihr Export ist international besonders umstritten, weil ihnen, verglichen mit schweren Waffen, weltweit mit Abstand die meisten Menschen zum Opfer fallen. Zudem sind sie auch in Entwicklungsländern leicht zu beschaffen und tauchen immer wieder durch illegale Weiterverbreitung in Krisenregionen auf. „Kleinwaffen sind die Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts”, sagte der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken der „Süddeutschen Zeitung”. Die Regierung solle deshalb ihren Export „nicht verdoppeln, sondern verbieten”, forderte er.

Von

afp

Kommentare (2)

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Wolfsfreund

27.05.2013, 12:05 Uhr

"„Kleinwaffen sind die Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts”, sagte der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken der „Süddeutschen Zeitung”. Die Regierung solle deshalb ihren Export „nicht verdoppeln, sondern verbieten”, forderte er."
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Ach ja, die linken Gutmenschen schon wieder. Weltfremd wie immer! Wenn Heckler und Koch sie nicht liefert, dann liefern eben die Franzosen, die Russen, die Chinesen, die Briten oder die Amerikaner. So sehe ich die Umsätze lieber bei einer deutschen Firma, zumal gerade das HK G3 zu Recht einen exzellenten Ruf genießt. Die Welt ist kein "Wünsch dir was" und kein Ponyhof und vorerst werden Gewehre halt noch gebraucht. Möglicherweise ist es in ferner Zukunft mal anders, aber daran mag ich nicht recht glauben.

Eule

27.05.2013, 13:32 Uhr

Sehr richtig.
Aber wenn man weiß, daß die ganze 68er-Zerstörungstruppe aus der Giftküche der CIA, ausgeführt von den lieben "Emigranten", die der pöse Hitler zuvor vertrieben hatte, umgesetzt wurde, dann wird vieles klarer.

Interessant auch, daß die ursprüngliche Umweltschutzbewegung eine bürgerlich-nationale gewesen ist, die in den 1980ern entstanden ist. Diese wurde ebenfalls ganz gezielt von den marxistischen Wasserträgern der Globalisten infiltriert und schließlich übernommen und die Reste liquidiert, sodaß heute die Güninnen auf allen Gebieten alles tun, um Deutschland als Konkurrenz für die Weltregierer auszuschlaten.
Das geht von der Zerstörung des Schulsystems in 40 Jahren auf Pisa-Niveau, über den permanenten Krieg im Innern dank "Bereicherung" statt Gemeinschaft, bis zur Behinderung, ja sogar Ausschaltung der Spitzenforschung auf vielen Gebieten.

Aber wenn die Deutschen selbst so blöde sind, daß sie das Gift der Feinde fressen, haben sie letztlich auch nichts anderes verdient, als die Sklaven ebendieser zu sein, nicht wahr?

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