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24.05.2012

10:24 Uhr

Deutsche Trafo-Werke

Siemens streicht 500 Stellen

Bis Herbst 2014 will Siemens kräftig bei seinen deutschen Transformatoren-Werken sparen und die Personaldecke um fast ein Drittel reduzieren. Das nötige Geld für die Schrumpfkur hat der Finanzchef bereits zurückgelegt.

Den Trafo-Werken von Siemens stehen große Stellenstreichungen bevor. dapd

Den Trafo-Werken von Siemens stehen große Stellenstreichungen bevor.

MünchenDer Stellenabbau beginnt: Siemens streicht in seinen drei deutschen Transformatorenwerken fast ein Drittel aller Stellen. So sollen von den knapp 1600 Arbeitsplätzen in Nürnberg, Kirchheim/Teck und Dresden rund 500 bis Herbst 2014 wegfallen, sagte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag. Am stärksten trifft es das größte Werk in Nürnberg, dort sollen von 1000 Mitarbeitern 400 ihren Posten räumen. Der Konzern will dafür Aufhebungsverträge, Altersteilzeit und interne Stellenwechsel nutzen.

Der Abbau solle je nach Verhandlungsergebnis mit den Arbeitnehmervertreter ab Januar beginnen, sagte der Sprecher. Der Konzern hatte die Einschnitte in seiner Energiesparte bereits in Aussicht gestellt. Der Markt leide unter Überkapazitäten und aggressiven Konkurrenten aus dem Fernen Osten, hatte Finanzchef Joe Kaeser geklagt. Für die Kosten der Schrumpfkur, die weitere Energietechnikwerke rund um den Globus treffen dürfte, hat er bereits 100 Millionen Euro zur Seite gelegt.

Eine Marktanalyse habe ergeben, dass es im Markt Überkapazitäten von 30 bis 40 Prozent gebe. In den vergangenen drei Jahren seien die Preise für die zum Teil riesigen Spannungswandler um zwölf Prozent gesunken. Der Preisverfall werde im gleichen Umfang bis 2015 anhalten, sagte der Siemens-Sprecher.

Von

rtr

Kommentare (2)

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rumpelstilz

24.05.2012, 15:24 Uhr

Siemens wird es 10 Jahren nicht mehr geben! Das ist meine Überzeugung. Siemens hat seit den siebziger Jahren Geschäftsfelder in einem Umfang aufgegeben die manchen Staaten als volkswirtschaft reichen würden. Die abgegegebenen Sparten sind noch dazu erfolgreich.
Daraus folgt: Das Management kann es nicht!

Shorty

25.05.2012, 12:03 Uhr

Die Herstellung von Transformatoren benötigt trotz Automatisierung und Prozessoptimierung noch immer sehr viel Handarbeit. Damit werden die Lohnkosten (bei weltweit gleichen Materialkosten) zum Wettbewerbsvorteil für die Osteuropäer und Asiaten. Und die deutschen Kunden kaufen über den Preis und immer weniger über die Qualität (bis der Trafo defekt geht sitzt der Einkäufer längst anderswo).

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