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08.01.2015

18:11 Uhr

Deutscher Aluminiumkonzern

Almatis steht zum Verkauf

Der Frankfurter Aluminiumkonzern Almatis steht zum Verkauf. Investor Dubai International Capital will sich offenbar vom Unternehmen trennen. Almatis könnte rund 700 Millionen Dollar einbringen.

Die Investmentbank Barclays wurde Insidern zufolge als Berater für den Verkauf von Almatis verpflichtet. dpa

Die Investmentbank Barclays wurde Insidern zufolge als Berater für den Verkauf von Almatis verpflichtet.

FrankfurtDer Investor Dubai International Capital (DIC) will sich Insidern zufolge vom deutschen Aluminiumkonzern Almatis trennen. Als Berater für den geplanten Verkauf des Frankfurter Unternehmens habe DIC die Investmentbank Barclays verpflichtet, sagten zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen am Dienstag. Almatis könnte rund 700 Millionen Dollar einbringen.

Mit dem Verkauf von Almatis, einer früheren Tochter des US-Konzerns Alcoa, wolle DIC im Vorfeld einer Umschuldung ihre Verbindlichkeiten reduzieren, sagten die Insider. DIC, Almatis und dessen Minderheitsgesellschafter Blackstone wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

DIC hält rund 80 Prozent an Almatis. Das Unternehmen habe einen Betriebsgewinn (Ebitda) von rund 100 Millionen Dollar erzielt, sagte DIC-Chef David Smoot vergangenes Jahr. Börsennotierte Wettbewerber werden mit rund dem 6,8-Fachen des Ebitda bewertet.

Wieviel Aluminium die Welt verbraucht – und produziert

2006

Die Weltweite Nachfrage nach Aluminium belief sich im Jahr 2006 auf 34,5 Millionen Tonnen. Die Raffinerieproduktion umfasste 33,95 Millionen Tonnen.

2007

Im Jahr 2007 erreichte die Aluminium-Nachfrage die Marke von 38 Millionen Tonnen – ein vorläufiger Höhepunkt. Produziert wurden 38,1 Millionen Tonnen.

2008

Im Jahr 2008 sank die Nachfrage leicht. Sie bezifferte sich auf 37,6 Millionen Tonnen. Die Raffinerieproduktion kletterte dagegen auf den vorläufigen Höchststand von 39,7 Millionen Tonnen.

2009

Die globale Rezession erwischte auch den Aluminium-Markt. Die Nachfrage sank auf 34,9 Millionen Tonnen. Die Hütten brachten aber einen deutlichen Überschuss auf den Markt: Sie stellten 37,35 Millionen Tonnen des Leichtmetalls her.

2010

Dann kletterte die Nachfrage wieder: 2010 benötigte die Industrie weltweit 39,6 Millionen Tonnen. Die Werke produzierten hingegen schon 41,2 Millionen Tonnen des Grundstoffs.

2011

Die Aluminium-Nachfrage erreichte 2011 die Marke von 42,15 Millionen Tonnen. Die Produktion bezifferte sich auf 42,7 Millionen Tonnen Aluminium.

2012

2012 dürfte die Aluminium-Nachfrage den Hochstand von 45,15 Millionen Tonnen erreichen. Die Hütten werden voraussichtlich 45,1 Millionen Tonnen herstellen.

Quellen: LBBW, IAI, WBMS

Die zur Dubai Holding gehörende DIC hatte im vergangenen Jahr die deutsche Verpackungsgruppe Mauser für 1,2 Milliarden Euro an die Beteiligungsgesellschaft Clayton Dubilier & Rice verkauft.

Von

rtr

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