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01.05.2015

12:05 Uhr

Deutscher Partner

Lichtblick für Tesla

VonJürgen Flauger

Der Elektroautopionier Tesla hat in der Nacht ein neues Produkt vorgestellt: Eine Batterie zum Speichern von Strom. Davon will auch ein deutsches Unternehmen profitieren, mit dem der US-Konzern kooperiert.

Tesla hat einen neuen Lithium-Ionen-Akku angekündigt. ap

Batterie für die eigenen vier Wände

Tesla hat einen neuen Lithium-Ionen-Akku angekündigt.

BerlinElon Musk nimmt sich einen neuen Markt vor: Nach der Autobranche will der Pionier die Energiebranche aufmischen. In der Nacht zu Freitag stellte er in den USA einen Stromspeicher für Privathaushalte und Unternehmen vor. Unterstützt wird Tesla dabei von einem deutschen Unternehmen: Der Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick gab eine Kooperation mit dem Elektroauto- und Batteriehersteller bekannt.

Lichtblick will Tesla helfen, den neuen Stromspeicher in den Energiemarkt einzubinden, wie das Unternehmen mitteilte. Tesla will mit der „Powerwall Home Battery" Haushalten, Gewerbe und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit bieten, selbst erzeugten Solarstrom optimal zu nutzen. Lichtblick will helfen, diese Stromspeicher zu vernetzen. 

Batterie soll virtuelle Kraftwerke ergänzen

Lichtblick hat in den vergangenen Jahren eine IT-Infrastruktur aufgebaut, um kleine dezentrale  Kraftwerke zu verbinden. Das Unternehmen versucht so ein virtuelles Kraftwerk aufzubauen. Private Haushalte, die mit kleinen Blockheizkraftwerken selbst Strom erzeugen, können diesen ins Netz einspeisen, wenn im Strommarkt Bedarf besteht. Nach eigenen Angaben verbindet Lichtblick so schon über eintausend lokale Einheiten.

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Tesla will den Markt für Energiespeicher aufmischen und rechnet mit einem Milliardengeschäft. Marktbeobachter sind skeptisch – und auch die deutsche Konkurrenz bleibt gelassen. Doch die Pläne passen perfekt ins Konzept.

Im Schwarm vernetzt könnten die Tesla Powerwall Batterien künftig überschüssigen Wind- und Sonnenstrom aus dem Stromnetz aufnehmen und diesen Strom bei Flaute und Bewölkung im Gebäude nutzen oder wieder ins Netz einspeisen, teilte das deutsche Unternehmen mit. Verbraucher, die ihre Batterien in den Schwarm integrieren, würden von Lichtblick an den Energiemarkt-Erlösen beteiligt.

Lichtblick sprach von einer „globalen Energie-Partnerschaft“. Die beiden Partner werden zwar zunächst in Deutschland kooperieren. Nach Lichtblicks Angaben ist aber beabsichtigt, die Zusammenarbeit auf die EU, die USA sowieso Neuseeland ausdehnen. 

„Die neuen Tesla-Batterien markieren einen Meilenstein, denn kostengünstige und leistungsfähige Speicher sind eine Schlüsseltechnologie der dezentralen Energie-Revolution“, sagte Lichtblick-Gründer und CEO Heiko von Tschischwitz in Los Angeles.

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