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11.07.2011

19:17 Uhr

Dialog

VW-Betriebsrat spricht mit Autogewerkschaft

ExklusivDer Autohersteller intensiviert den Kontakt zur US-Autogewerkschaft UAW. Der Grund: Im Mai hat VW sein erstes Werk seit Jahrzehnten in den USA eröffnet.

Der Autohersteller intensiviert den Kontakt zur US-Autogewerkschaft UAW. Quelle: dapd

Der Autohersteller intensiviert den Kontakt zur US-Autogewerkschaft UAW.

WolfsburgVolkswagens Arbeitnehmervertreter gehen aktiv den Dialog mit der streitbaren US-Autogewerkschaft UAW an. VW hat im Mai im Bundesstaat Tennessee im Süden der USA das erste Werk seit Jahrzehnten eröffnet. Nun intensiviert der Welt-Konzernbetriebsrat die Kontakte zur UAW. Nach verschiedenen Treffen zwischen UAW-Präsident Bob King, dem IG-Metall-Vorsitzenden Berthold Huber und Volkswagens Betriebsratschef Bernd Osterloh fand vergangene Woche ein erster Workshop zwischen Vertretern der UAW und dem Generalsekretär von Volkswagens Welt-Konzernbetriebsrat Michael Riffel statt, berichtet das Handelsblatt (Dienstagsausgabe).

Ziel des Dialogs sei es, den UAW-Vertretern zu vermitteln, wie die betrieblichen Gremien bei VW arbeiten. „Für VW ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Belegschaften gewerkschaftlichen organisieren“, sagte Riffel. Ob die UAW dabei wie von Gewerkschaftschef King erhofft zum Zug kommt, ließ er offen. „Die Entscheidung liegt bei unseren Kolleginnen und Kollegen in den USA“, so Riffel. Mit der UAW sollen aber Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet werden.

Die UAW ist traditionell stark bei den großen US-Autobauern in Detroit: General Motors, Ford und Chrysler. Jetzt will die von Mitgliederschwund geplagte Gewerkschaft in den neuen Autowerken internationaler Hersteller wie VW in den Südstaaten der USA Einfluss gewinnen.

Von

mcs

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