Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.05.2016

07:04 Uhr

Die Digitalisierung der Intralogistik

Science-Fiction in der Lagerhalle

Fahrerlose Fahrzeuge oder Kühlschränke, die selbstständig Milch bestellen. Die Technologie dahinter ist längst Alltag – zumindest in den Lagerhallen der Industrie. Da geht es zu wie in einem Science-Fiction-Film.

Ein Roboter transportiert Teile für einen neuen Golf im Volkswagen-Werk in Wolfsburg. dpa

Intralogistik

Ein Roboter transportiert Teile für einen neuen Golf im Volkswagen-Werk in Wolfsburg.

HannoverDie meisten Kühlschränke sind nach wie vor sehr dumm – sie erkennen nicht, wann die Milch sauer ist. Sie bestellen im Supermarkt auch keinen Nachschub und wissen nicht, was ihre Besitzer besonders gerne essen. Dabei gibt es längst Kühlschränke, die all das können – doch sie sind teuer und in Deutschland gefällt vielen Menschen der Gedanke nicht, dass der Kühlschrank und damit der Hersteller zu viel über ihre Vorlieben weiß. Während diese Technik im Privaten also noch Zukunftsmusik ist, hat sie sich im Bereich der Intralogistik längst durchgesetzt. Von Dienstag an stellt die Industrie die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich auf der Branchen-Leitmesse Cemat in Hannover vor.

Post-Chef Frank Appel: „Lieber selbst treiben als getrieben werden“

Post-Chef Frank Appel

Premium „Lieber selbst treiben als getrieben werden“

Post-Chef Frank Appel bezeichnet sich selbst als „klassisches Mittelstandskind“. Im Interview spricht er über die Ängste der Mittelschicht, das neue Lohn-Prekariat und die Chancen und Risiken der Industrie 4.0.

„Intralogistik ist der Teil der Logistik, der nicht auf der Straße stattfindet. Es geht um Transport innerhalb eines Gebäudes“, erklärt Christoph Beumer, Vorsitzender des Cemat-Präsidiums und Geschäftsführer eines großen Intralogistik-Herstellers aus dem westfälischen Beckum, der Beumer Group.

Also quasi die Technik der intelligenten Kühlschränke im Großformat: Regalsysteme, in denen sich die Produkte bei fahrerlosen Transportern melden, und ihnen mitteilen, wann und wo sie abgeliefert werden müssen. Von solch einer vollständig automatisierten Firma sind die Entwickler nicht mehr weit entfernt. Besonders was autonome Fahrzeuge angeht, sei man im Rahmen der Intralogistik schon sehr fortgeschritten, sagt Beumer.

Spektakuläre Beispiele dafür lassen sich in den Produktionshallen von Volkswagen, bei Salzgitter oder Unilever beobachten. Ganze Flotten von autonomen Fahrzeugen rollen wie von Geisterhand durch die Hallen. Fahrerlose Gabelstapler lagern Paletten in Regale ein. Transportroboter liefern den Monteuren die benötigten Fahrzeugteile in der richtigen Reihenfolge direkt an den Montageplatz. Mit Hilfe dieser Maschinen werden interne Abläufe optimiert, Prozesse beschleunigt und Kosten eingespart.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×