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17.05.2017

12:26 Uhr

Diebold Nixdorf

Automatenhersteller kappt seine Jahresziele

Die Fusion mit dem US-Großaktionär war für den nun gleichnamigen Geldautomatenhersteller Diebold Nixdorf teurer als erwartet. Das Unternehmen rechnet nun mit Rückgängen bei Umsatz und Gewinn.

Der Hersteller von Geldautomaten kämpft mit schwindenden Umsätzen. dpa

Diebold Nixdorf

Der Hersteller von Geldautomaten kämpft mit schwindenden Umsätzen.

DüsseldorfDer Geldautomatenhersteller Diebold Nixdorf hat nach Einbußen im ersten Halbjahr seine Jahresziele gekappt. Neben kräftigen Umsatzrückgängen in Amerika und der Region Asien/Pazifik/Afrika hätten Restrukturierungsaufwendungen und unerwartet hohe Kosten für den Zusammenschluss mit dem US-Großaktionär Diebold Nixdorf Inc zu Buche geschlagen, begründete der Paderborner Konzern am Mittwoch seinen verhaltenen Ausblick.

Darüber hinaus fürchte der Vorstand, dass der Mutterkonzern nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag andere Maßnahmen veranlasst und Entscheidungen für die Diebold Nixdorf AG trifft, als in den ursprünglichen Planungen angenommen wurden. Angesichts der Risiken erwarte der Vorstand daher im gesamten Bilanzjahr 2016/17 einen Umsatz- und Gewinnrückgang statt einer Stagnation.

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Der Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf gehört mittlerweile zum US-Konzern Diebold. Nun tritt der langjährige Wincor-Chef Eckard Heidloff ab und verlässt das Unternehmen.

Im ersten Halbjahr schrumpften die Erlöse um sechs Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (Ebita) brach um mehr als ein Viertel auf 103 Millionen Euro ein. Der Nettogewinn ging sogar um 41 Prozent auf 63 Millionen Euro zurück.

Die Amerikaner hatten die ehemals unter Wincor Nixdorf firmierende Gesellschaft im vergangenen Jahr übernommen. Sie halten inzwischen rund 75 Prozent an dem deutschen Traditionskonzern. Im Zuge des Zusammenschlusses sollen 2000 der insgesamt 25.000 Stellen gestrichen werden. In Deutschland werde es keinen Arbeitsplatzabbau geben, sagte ein Sprecher. Dem US-Konzern haben die Übernahmekosten 2016 Verluste eingebrockt. Konzernchef Andy Mattes rechnet auch in diesem Jahr mit einem Minus.

Von

rtr

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