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21.03.2016

22:54 Uhr

Diebold und Wincor Nixdorf

Geldautomatenhersteller bangt um Übernahme

Für den US-Geldautomatenhersteller Diebold tickt die Uhr: Bis Mitternacht müssen die Aktionäre des deutschen Konkurrenten Wincor Nixdorf genug Aktien herausrücken – sonst platzt der Milliardendeal.

Ein Geldautomat von Wincor Nixdorf (undatiert). Am Markt für Geld- und Kassenautomaten bahnt sich ein milliardenschwerer Zusammenschluss an. dpa

Wincor Nixdorf

Ein Geldautomat von Wincor Nixdorf (undatiert). Am Markt für Geld- und Kassenautomaten bahnt sich ein milliardenschwerer Zusammenschluss an.

Der US-Geldautomatenhersteller Diebold zittert um die milliardenschwere Übernahme des deutschen Konkurrenten Wincor Nixdorf. Gut einen Tag vor dem Ablauf der Annahmefrist haben die Amerikaner erst 39,4 Prozent der Anteile an Wincor Nixdorf sicher.

Bis Dienstag (24 Uhr) müssen daraus 67,6 Prozent werden, damit die Fusion der Nummer zwei und drei der Branche weltweit nicht auf der Zielgeraden platzt. Die auf 75 Prozent fehlenden Aktien hätte dann Diebold sicher, weil Wincor Nixdorf fast ein Zehntel seines Grundkapitals selbst hält.

Diebold-Chef Andy Mattes richtete am Montagabend noch einmal einen Appell an die Wincor-Aktionäre, die Offerte anzunehmen. „Die Frist, vor der wir das Angebot noch hätten ändern können, ist abgelaufen. Wenn wir also bis Dienstagabend die Schwelle von 75 Prozent verfehlen, wird die Übernahme nicht zustande kommen“, sagte Mattes der Nachrichtenagentur Reuters. Investmentbanker glauben, dass viele Wincor-Aktien bei Hedgefonds liegen, die auf eine zweite, höhere Offerte hoffen - laut Mattes eine trügerische Hoffnung.

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Viele Profi-Investoren warten aber bis zur letzten Minute, bis sie ihre Anteilsscheine einreichen. „Wir wussten, dass es eng wird. Aber wegen der potenziellen Vorteile lohnt es sich, das weiterzuverfolgen. Wir bleiben optimistisch, dass uns mehr als 75 Prozent der Aktien angedient werden“, sagte Mattes. Einer Aufstockung der Offerte hatte Mattes bereits zuvor eine Absage erteilt. Das sei wirtschaftlich schwierig.

Diebold bietet für jede der 30 Millionen frei gehandelten Wincor-Aktien 38,98 Euro in bar sowie 0,434 eigene Aktien. Das Wincor-Management hat sich hinter die Übernahme gestellt. Am Montag gingen die Wincor-Aktien mit 43,93 Euro aus dem Handel, Diebold-Aktien lagen bei 28,02 Dollar.

Von

rtr

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