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21.08.2012

10:22 Uhr

Dienstleistungskonzern

Bilfinger spürt Verunsicherung der Kundschaft

Wirtschaftliche Unsicherheit bei Bilfinger Berger: Die Kunden reagieren darauf nervös, sodass kleinere Projekte entweder nicht realisiert oder verschoben werden. Trotzdem sieht der Konzern noch keine dramatischen Konsequenzen.

Roland Koch, Vorstandsvorsitzende des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger. dpa

Roland Koch, Vorstandsvorsitzende des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger.

HamburgDer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger registriert angesichts des Konjunkturabschwungs zunehmend Risiken fürs eigene Geschäft. Die Kundschaft reagiere nervös auf die wirtschaftliche Unsicherheit, sagte Vorstandschef Roland Koch am Montagabend im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Dies führe dazu, dass kleinere Projekte, die nicht dringend benötigt würden, entweder nicht realisiert oder verschoben würden. Für den Konzern aus Mannheim habe dies noch "keine dramatischen Konsequenzen". Bilfinger werde die Konzernleistung des Vorjahres von 8,4 Milliarden Euro "ungefähr" wieder erreichen.

Koch bekräftigte auch das Ziel eines Nettogewinns in einer Spanne zwischen 265 bis 275 Millionen Euro für das laufende Jahr, womit der Gewinn deutlich über dem Vorjahreswert von 220 Millionen Euro liegen würde. "Wir haben keinen Anlass, in außergewöhnlicher Weise in Pessimismus zu machen", betonte Koch, der als CDU-Politiker hessischer Ministerpräsident war, bevor er vor gut einem Jahr an die Spitze von Bilfinger wechselte. "Wir gehen mit einem großen Optimismus in diese Zeit, ohne zu verhehlen, dass es anstrengender wird."

An dem eingeschlagenen Expansionskurs, mit dem Bilfinger vor allem außerhalb Europas stärker Fuß fassen will, wolle der Vorstand nicht rütteln, betonte Koch. Der Konzern hat nach mehreren Zukäufen derzeit noch etwa eine halbe Milliarde Euro in der Kasse. Mit dem Geld solle vor allem das Geschäft mit Industriedienstleistungen und der Kraftwerks-Service weiter verstärkt werden, erläuterte Koch. Bilfinger peilt in den nächsten Jahren über alle Sparten hinweg ein organisches Wachstum von fünf Prozent an. Mit den neuen Töchtern sollen Umsatzeinbußen durch die seit Jahren angestrebte Verkleinerung des riskanten und margenschwachen Baugeschäfts abgefedert werden.

Von

rtr

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