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07.02.2017

21:41 Uhr

Dieselgate

Keine Abgastests für Fiat-Modelle in Italien

Einige Modelle des heimischen Autoherstellers Fiat blieben in Italien beim Abgastest unberücksichtigt. Das geht aus dem Bericht des Verkehrsministeriums hervor, der dem Europäischen Parlament übergeben wurde.

Bei einigen Modellen des italienischen Autobauers fehlen die Abgastests. Eine Erklärung dafür auch. Reuters, Sascha Rheker

Fiat

Bei einigen Modellen des italienischen Autobauers fehlen die Abgastests. Eine Erklärung dafür auch.

Paris/MailandBei den Abgastests in Italien im Zuge des VW-Dieselskandals sind einige Fahrzeuge des heimischen Herstellers Fiat einem Bericht des Verkehrsministeriums zufolge ausgelassen worden. Das Dokument, das Reuters am Dienstag einsehen konnte, war im Oktober an den zuständigen Ausschuss des Europäischen Parlaments übergeben worden. Es wurde nie veröffentlicht. In dem Bericht werden demnach keine Erklärungen für das Fehlen der Untersuchungsergebnisse von Fiat Chrysler genannt. Dabei geht es um die drei Modelle Jeep Cherokee 2.0, Alfa Romeo Giulietta 1.6 und Lancia Ypsilon 1.3.

Eine Sprecherin des italienischen Verkehrsministeriums sagte, eine endgültige Version sei verfasst worden, um mehr Daten für Fiat-Chrysler-Modelle nach weiteren Tests einzufügen. Das Schriftstück solle in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Der Bericht enthält dagegen Ergebnisse für die Autobauer BWM, Ford, Mercedes-Benz und die GM -Tochter Opel.

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Volkswagen hatte vor knapp eineinhalb Jahren auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, Dieselabgaswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Diese erkennt, ob sich ein Wagen auf dem Prüfstand befindet und hält nur dann die Stickoxidgrenzwerte ein. Im normalen Straßenverkehr ist der Schadstoffausstoß höher. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Die Aufarbeitung des Skandals kostet den Wolfsburger Konzern allein in Nordamerika umgerechnet bis zu 22 Milliarden Euro.

Die anschließenden Untersuchungen führten auch zu Vorwürfen gegen Fiat Chrysler. Die US-Umweltbehörde EPA beschuldigt den Konzern, in Diesel-Fahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben, die eine Überschreitung des erlaubten Schadstoffausstoßes ermögliche. Das Management bestreitet ein Fehlverhalten.

Von

rtr

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