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21.10.2015

10:45 Uhr

Dieselgate-Unterlagen

VW-Akte in Staatskanzlei verschwunden – Strafanzeige

Akte vermisst: Die Staatskanzlei des niedersächsischen Ministerpräsidenten und VW-Aufsichtsrats Stephan Weil hat Anzeige erstattet, weil ein Verdacht auf Diebstahl vorliegt. Was steckt in der angeblichen „Geheimakte“?

Verdacht auf Diebstahl im Dieselgate-Skandal. dpa

Akte verschwunden

Verdacht auf Diebstahl im Dieselgate-Skandal.

Hannover/WolfsburgWegen einer verschwundenen Handakte zum VW-Abgasskandal hat die niedersächsische Staatskanzlei Strafanzeige gestellt. „Wir haben ein Ermittlungsverfahren zunächst gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Diebstahl eingeleitet“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereits die „Bild“-Zeitung über die verschwundene Akte berichtet.

Ob sie am Ende wirklich gestohlen oder nur verlegt wurde, war zunächst offen. In der Staatskanzlei wird der Diebstahl nach dpa-Informationen jedoch „als naheliegendste Variante“ vermutet.

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Die Akte soll nach Angaben von Regierungssprecherin Anke Pörksen am 9. Oktober „zuletzt bewusst gesehen“ worden sein, vermisst gemeldet wurde sie dann am 12. Oktober vom zuständigen Sachbearbeiter. „In der Handakte befanden sich ausschließlich Ausdrucke und Duplikate von Unterlagen, die meisten davon sind im Netz verfügbar, aber auch hausinterne Vermerke zu rechtlichen Fragen, keine Aufsichtsratsunterlagen. Insofern ist der Verlust der Handakte zwar ärgerlich, aber nicht hoch problematisch“, sagte Pörksen. Eine bereits durchgeführte Befragung der Mitarbeiter habe bislang keine konkreten Ergebnisse geliefert.

Die „Bild“-Zeitung hatte von einer verschwundenen „Geheimakte“ zu VW berichtet. Im VW-Aufsichtsrat sitzen auch Vertreter des Landes Niedersachsen, das Anteilseigner bei dem Autokonzern ist. Auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sitzt im Aufsichtsrat.

VW hat zugegeben, dass zahlreiche Diesel-Fahrzeuge mit einer Software ausgestattet sind, die Abgaswerte manipuliert. Weltweit sind demnach bis zu elf Millionen Autos betroffen.

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