Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.09.2013

10:56 Uhr

Dieter Zetsche

Daimler-Chef rechnet mit Kompromiss im Kältemittelstreit

Der Autobauer Daimler erwartet im Streit mit der EU um das Kältemittel R1234yf einen Kompromiss. Vor 2017 sei eine Einführung des neuen, umweltschonenderen Mittels aus technischen Gründen nicht möglich, hieß es.

Daimler-Chef Dieter Zetsche: Daimler will ein neues, EU-weit vorgeschriebenes Kältemittel für Autoklimaanlagen wegen Sicherheitsdenken nicht verwenden. ap

Daimler-Chef Dieter Zetsche: Daimler will ein neues, EU-weit vorgeschriebenes Kältemittel für Autoklimaanlagen wegen Sicherheitsdenken nicht verwenden.

FrankfurtIm Streit über den Einsatz des neuen Kältemittels in Auto-Klimaanlagen hofft Daimler-Chef Dieter Zetsche auf eine rechtliche Übergangslösung bis 2017. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden“, sagte Zetsche an Dienstag zu Beginn der IAA-Automesse in Frankfurt. Mit der EU solle eine Vereinbarung geschlossen werden, das geforderte neue Mittel bis zur Einführung einer sichereren Alternative spätestens 2017 nicht einsetzen zu müssen.

Die EU fordert seit diesem Jahr, bei neuen Automodellen das klimaschonendere Kältemittel R1234yf einzusetzen. Daimler weigert sich aus Sicherheitsbedenken, da sich das Mittel bei Crash-Tests entzündet hat.

Die Stuttgarter wollen nun bis 2017 ein Kältemittel auf CO2-Basis einführen, das die Kriterien des EU-Gesetzes ebenfalls erfüllen würde. Dies sei aber nur auf Basis eines neuen Kühlsystems möglich und dauere deshalb noch, erklärte Zetsche.

Daimler rechnet nicht damit, das alternative Kühlmittel auf CO2-Basis deutlich vor 2017 nutzen zu können. Die Entwicklung passender Anlagen sei langwierig, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. „Wir werden es mit maximaler Energie und Geschwindigkeit tun“, betonte er. Für das CO2-Kältemittel seien aber völlig neue Systeme im Auto nötig, sodass der Einsatz ohne eine neue Fahrzeug-Generation sehr schwierig sei.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×