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30.03.2017

14:50 Uhr

Digital-Umbau

Bosch sucht 20.000 neue Mitarbeiter

Für den digitalen Umbau seiner Produktpalette will Bosch weltweit rund 20.000 neue Fach- und Führungskräfte einstellen. Nahezu jede zweite Stelle soll dabei einen Bezug zu Software haben.

„Vernetzte Lösungen sind ein Jobmotor“, sagt Personalchef Christoph Kübel. dpa

Bosch

„Vernetzte Lösungen sind ein Jobmotor“, sagt Personalchef Christoph Kübel.

FrankfurtDer Technologiekonzern Bosch sucht neue Mitarbeiter für den digitalen Umbau seiner Produktpalette. In diesem Jahr will der Stiftungskonzern weltweit rund 20.000 Fach- und Führungskräfte einstellen, wie Bosch am Donnerstag mitteilte.

Fast jede zweite Stelle habe einen Bezug zu Software. „Vernetzte Lösungen sind ein Jobmotor“, erklärte Personalchef Christoph Kübel. Auch in der Fertigung soll es Einstellungen geben. Für Deutschland seien 3400 neue Stellen geplant, in Indien 3100 und in China 2500.

Bosch im Überblick

Großkonzern aus Stuttgart

Der schwäbische Technologiekonzern Bosch ist mit weltweit 390.000 Mitarbeitern eines der größten deutschen Unternehmen. 134.000 davon arbeiten in Deutschland.

Milliardenumsatz

Der Gesamtumsatz lag 2016 bei rund 73 Milliarden Euro, etwa 44 Milliarden Euro entfallen auf den Automobilbereich. Gemessen am Umsatz ist Bosch derzeit der größte Zulieferer weltweit, gefolgt von Continental.

Dieselskandal belastet

Trotz eines Umsatzzuwachses um 5,5 Prozent auf rund 73 Milliarden Euro sank 2016 das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um etwa 6,5 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Unbereinigt brach das Ebit um 28 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ein. Denn neben Abschreibungen auf übernommene Firmen schlugen Rechtskosten im Zusammenhang mit dem Dieselskandal von Volkswagen in den USA und das noch laufende EU-Kartellverfahren zu Buche.

Abseits der Börse

An der Börse ist Bosch nicht, vielmehr basiert das Firmenkonstrukt auf einem Stiftungsmodell. Die Robert-Bosch-Stiftung hält gut 90 Prozent der Anteile an der Konzernmutter Robert Bosch GmbH. Die GmbH wiederum hat Hunderte Tochterfirmen, darunter auch den Hausgerätehersteller BSH.

Heimatverbunden

Konzernchef ist Volkmar Denner, Sitz des Unternehmens ist Gerlingen bei Stuttgart. In Stuttgart selbst sind zahlreiche Bosch-Standorte und auch das alte Wohnhaus von Firmengründer Robert Bosch. Das Haus dient heute als Sitz der Bosch-Stiftung, der Konzern nutzt es für repräsentative Zwecke.

Im vergangenen Jahr war die Belegschaft bereits um 15.000 auf 390.000 Beschäftigte gestiegen. Derzeit arbeiten schon rund 20.000 Softwareentwickler bei Bosch. Viele IT-Fachleute können sich ihre Stellen wegen des hohen Bedarfs durch die Digitalisierung der Wirtschaft derzeit aussuchen.

Von

rtr

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