Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2010

05:59 Uhr

Digitaldruck

Heideldruck macht Rolle rückwärts

VonJens Koenen, Martin Murphy

ExklusivDer Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druckmaschinen AG nähert sich bei der Suche nach einem Partner für den Digitaldruck seiner ehemaligen Tochtergesellschaft Nexpress. „Der Digitaldruck wird als recht stabiles Geschäft wieder interessant. Heidelberger sucht hier Partner und hat dabei nicht zuletzt Nexpress im Visier“, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen.

Zurück zum Digitaldruck, zurück zur alten Tochter? Heideldruck nähert sich Nexpress an. ap

Zurück zum Digitaldruck, zurück zur alten Tochter? Heideldruck nähert sich Nexpress an.

FRANKFURT. Geprüft werde auch eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen als der nun zu Kodak gehörenden Nexpress. Das Unternehmen lehnte einen Kommentar dazu ab.

Wie es im Konzernumfeld hieß, ist für Heidelberger auch eine Beteiligung denkbar, um in das Geschäftsfeld Digitaldruck zurückzukehren. Allerdings sind die finanziellen Ressourcen limitiert, musste der Weltmarktführer doch im vergangenen Jahr Staatshilfe in Anspruch nehmen.

Für ein mögliches Joint Venture könnte der Konzern indes Dienstleistungen erbringen. Begehrt sind vor allem die Vertriebs- und Serviceaktivitäten von Heidelberger Druck, die der Konzern weltweit anbieten kann. Die Konkurrenten Manroland und König & Bauer haben eine deutlich geringere globale Präsenz.

Heidelberger hatte sich Anfang 2004 aus dem Digitaldruck zurückgezogen. Das ursprünglich gemeinsam mit dem US-Konzern Eastman Kodak betriebene Joint Venture Nexpress Solutions LLC wurde im März 2004 komplett an Kodak verkauft. Mit zu diesem Paket hatten zudem die Kieler Nexpress GmbH sowie die US-Tochter Heidelberg Digital Imaging gehört. Damals wechselten rund 2 000 Mitarbeiter zum US-Konzern. Teil der Transaktion war zudem die Zusicherung Heideldrucks, für die nächsten zwei Jahre die Finger vom digitalen Druck zu lassen. Diese Frist ist mittlerweile abgelaufen.

Hintergrund war die seiner Zeit schwierige wirtschaftliche Situation bei dem weltgrößten Druckmaschinen-Hersteller, die eine massive Schrumpfung des Geschäfts erfordert hatte. Neben der verlustreichen Digitalsparte trennte sich das Unternehmen damals auch vom gerade erst aufgebauten Zeitungsdruck, der an den US-Konkurrenten Goss ging.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Ricardo Schmidt

08.01.2010, 20:44 Uhr

Heidelberg nach 800mio Euro "Rettungspacket" vom Staat, hat nach einem Jahr seinen Aktienkurs nicht verbessern koennen, nach einen absturtz von 90-95% ihren Aktienwertes kann man dann nur sagen wie bei Chrysler---- "To big to fail", es ist bewiesen (aktienkurs)dass in den letzten 10 Jahre Heidelberg die Sachen falsch gemacht hat, sehen wir auf KbA umdie Aktie ist bloss 25% gesunken. Heidelberg hat ihren Focus im Markt vor mehreren Jahren verloren als dieser sich zu gross glaubte und alles drum um Print kaufen wollte... dort hat Heidelberg verloren und wird sich nie wieder erholen, wie kann so eine eine grosse Firma weiterleben wenn mehr als 80% iihre Kunden Weltweit Druckereien von weniger als 20 Angestellte sind, das sind Firmen die Day-by-day leben und eine investition in einer neuen Maschine eine Truebe aussicht ist, so kann eine Firma ihre Aktien nie hoch kriegen. Macht Heidelberg zu, und lass die guten Maschinenbauer normal arbeiten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×