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29.08.2015

17:34 Uhr

DIHK-Umfrage unter Unternehmern

Bis zu 40.000 Ausbildungsplätze könnten unbesetzt bleiben

Die deutschen Unternehmen suchen noch nach Auszubildenden. Laut einer DIHK-Umfrage drohen Tausende Ausbildungsplätze unbesetzt zu bleiben. Schon im vergangenen Jahr fand jeder dritte Betrieb keinen passenden Lehrling.

Nicht jeder Betrieb findet Auszubildende. In diesem Jahr drohen gleich 40.000 Stellen unbesetzt zu bleiben, schätzt der DIHK. dapd

Azubis in Mecklenburg-Vorpommern

Nicht jeder Betrieb findet Auszubildende. In diesem Jahr drohen gleich 40.000 Stellen unbesetzt zu bleiben, schätzt der DIHK.

BerlinZu Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen viele Betriebe noch händeringend nach Lehrlingen. „In den letzten 20 Jahren war es für Unternehmen noch nie so schwer, ihre offenen Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es drohten knapp 40 000 Plätze unbesetzt zu bleiben.

Nach einer aktuellen DIHK-Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben, die der Zeitung vorliegt, konnten fast ein Drittel der Unternehmen schon im Vorjahr nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Das sind fast dreimal so viele wie noch zehn Jahre zuvor. Als Gründe nannte Schweitzer die rückläufige Zahl an Schulabgängern und den wachsenden Trend zum Studium.

Aber auch Angebot und Nachfrage passen oft nicht zusammen. So gibt es regelmäßig einen Ansturm auf einige wenige Berufe, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Gut ein Drittel der jungen Leute entscheiden sich für einen der zehn gefragtesten Berufe. Und auch die regionale Verteilung ist höchst unterschiedlich. In einigen Regionen gibt es im Verhältnis zur Bewerberzahl zu viele, in anderen zu wenig Ausbildungsplätze.

Die Bundesagentur für Arbeit zählte per Ende Juli etwas mehr offene Ausbildungsplätze als unversorgte Bewerber. Aber das ist Statistik. Es werden Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, auf der anderen Seite aber auch junge Leute leer ausgehen, weil für sie im Wunschberuf keine Stelle frei ist und viele nicht zum Umzug oder zu einer alternativen Ausbildung bereit sind.

Der DIHK-Umfrage zufolge stellen sich mittlerweile 75 Prozent der Betriebe mit speziellen Förderprogrammen auch auf leistungsschwächere Jugendliche ein. Aber auch die leistungsstärkeren Schulabgänger werden dem „FAS“-Bericht zufolge intensiv umworben. Jedes zehnte Unternehmen locke mit Zusatzleistungen wie kostenlosem Smartphone, einer Mitgliedschaft im Fitness-Studio oder höherem Verdienst.

Von

dpa

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