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21.01.2011

21:27 Uhr

Dioxin-Skandal

Anzeigen-Flut gegen Futtermittelhersteller

Gegen Verantwortliche des Futtermittelproduzenten Harles und Jentzsch in Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Staatsanwaltschaften Itzehoe und Oldenburg von Privatpersonen bereits mehr als 30 Strafanzeigen erstattet worden.

ap BIELEFELD. Wie das Bielefelder "Westfalen-Blatt" in seiner Samstagausgabe berichtet wird in einer Vielzahl von aktuellen Strafanzeigen gegen das Management des Futtermittelherstellers Harles und Jentzsch der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung und des versuchten Mordes erhoben. Oberstaatsanwalt Ralph Döpper sagte der Zeitung, auch diesen Vorwürfen werde jetzt nachgegangen. Mittel- und langfristig seien nach Angaben des NRW-Verbraucherschutzministeriums gesundheitliche Schädigungen durch den Verzehr dioxionbelasteter Lebensmittel nicht auszuschließen.

Gegen den Geschäftsführer der inzwischen insolventen Firma Harles und Jentzsch, Siegfried Sievert, ermittele die Staatsanwaltschaft Itzehoe bereits wegen Verstoßes gegen das Futtermittelrecht, Betruges und Steuerhinterziehung. Die Zahl der Beschuldigten könne sich noch erhöhen, sagte Döpper.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll vom Futtermittelproduzenten Harles und Jentzsch technische Mischfettsäure in einem illegalen Mischwerk der Spedition Lübbe, einer Tochterfirma im niedersächsischen Bösel, zur Herstellung von Futterfett verwandt worden sein. Die dioxinbelasteten Futterfette wurden bundesweit an Mischfutterhersteller verkauft und gelangten so in die landwirtschaftlichen Betriebe.

Kommentare (1)

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josefine

21.01.2011, 23:24 Uhr

Solche Leute gehoeren zur Strafe fuer 20 jahre in einen Steinbruch geschickt!!
Die Politiker dieses Landes, die mitverantwortlich sind, sollten ebenfalls unter Verlust ihrer bezuege voll zur Verantwortung gezogen werden!

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