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10.03.2004

08:38 Uhr

Dividende soll unverändert bleiben

Nordamerika-Geschäft von Adidas schwächelt

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas-Salomon hat zum Ende des Geschäftsjahres 2003 zweistellige Rückgänge beim Umsatz auf dem wichtigen Nordamerika-Markt erlitten. Dennoch bekräftigte das fränkische Traditionsunternehmen seine Gewinn- und Umsatzprognosen für 2004.

HERZOGENAURACH. Die Auftragsbestände der Kernmarke, auf die ein Großteil des Geschäfts entfallen, seien zum Jahresende 2003 um fünf Prozent gefallen, teilte der Konzern am Mittwoch auf seiner Bilanzpressekonferenz in Herzogenaurach bei Nürnberg mit. Im wichtigen nordamerikanischen Markt brachen die Auftragsbestände zum 31. Dezember sogar um 31 Prozent ein. Dort seien die Umsätze im vierten Quartal um 34,4 Prozent auf 313 Mill. Euro zurückgegangen, teilte der Konzern mit, der sich auf dem Schlüsselmarkt mit dem Branchenprimus Nike seit längerem eine Preisschlacht liefert.

Adidas-Salomon hat 2003 seinen Konzerngewinn dank guter Geschäfte auf dem Heimatmarkt Europa sowie in Asien um 13,8 Prozent auf 260 Mill. Euro gesteigert. Der Umsatz ging wegen des starken Euro um knapp vier Prozent auf 6,267 (Vorjahr: 6,523) Mrd. Euro zurück. Adidas lässt seine Produkte überwiegend in Asien gegen Dollar produzieren, verkauft die Hälfte seiner Waren aber in Europa. Während damit der Umsatz sinkt, steigen die Gewinnmargen. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 1,0 Euro je Aktie erhalten.

Adidas-Salomon erwarte 2004 ein Wachstum des Konzerngewinns um mindestens zehn Prozent, bekräftigte der Konzern. Der Umsatz soll währungsbereinigt um drei bis fünf Prozent wachsen.

Firmenchef Herbert Hainer sagte, Adidas setze 2004 auf die beiden sportlichen Großereignisse Fußball-Europameisterschaft in Portugal und die Olympischen Sommerspiele in Athen. Er bekräftigte Dienstagabend vor Journalisten, Adidas denke nicht an einen Verkauf seiner Outdoorsparte Salomon. Jüngste Verkaufsgerüchte führte er auf eine Anfrage einer US-Investmentfirma zurück, die im Dezember an Adidas herangetreten sei. In den letzten drei Jahren habe Adidas aber immer wieder Kaufanfragen für Salomon und die Golfmarke Taylormade-adidas Golf erhalten und stets abgelehnt.

Salomon passe in die Strategie des Konzern, möglichst breit aufgestellt zu sein. Der Sparte macht seit längerem ein schwaches Wintergeschäft zu schaffen. Hainer sagte, Salomon wolle Produktionen aus Frankreich nach Asien verlagern, um die Kosten zu senken. Analysten hatten den Preis von 1,2 Mrd. Euro für das einstige französische Unternehmen wiederholt als zu teuer bezeichnet. Der Umsatz von Salomon sank 2003 um knapp vier Prozent auf 658 (684) Mill. Euro.

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