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16.04.2015

15:26 Uhr

DMG Mori Seiki

Japaner hält 52 Prozent an früherer Gildemeister

Der japanische Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki hat seine Beteiligung an der ehemaligen Gildemeister AG erweitert. Doch es war ein harter Kampf. Auch ein US-Hedgefonds hat seine Anteile aufgestockt.

Ein Mitarbeiter werkelt im zum DMG Mori Seiki Konzern gehörenden Werk von Gildemeister in Bielefeld. dpa

DMG Mori Seiki

Ein Mitarbeiter werkelt im zum DMG Mori Seiki Konzern gehörenden Werk von Gildemeister in Bielefeld.

DüsseldorfDer japanische Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki Co hat sich mit seiner Übernahmeofferte die Mehrheit an der ehemaligen Gildemeister AG, jetzt DMG Mori Seiki AG, gesichert. Nach Ablauf der Annahmefristen hielten sie 52,54 Prozent an dem Bielefelder Traditionskonzern, teilte DMG am Donnerstag mit. Gleichzeitig deckte sich aber auch der als unbequemer Aktionär bekannte US-Hedgefonds Elliot mit weiteren Aktien ein. Elliott erklärte, sein Aktienpaket auf 10,11 Prozent aufgestockt zu haben.

Die Übernahmeofferte hatte Elliott Ende Januar angelockt, der Investor hatte sich in einem ersten Schritt über Aktienkaufverträge 5,55 Prozent der DMG-Aktien gesichert. Der Hedgefonds ist dafür bekannt, mit harten Bandagen für seine Interessen zu kämpfen. So durchkreuzte Elliott zunächst die Übernahme des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio durch den US-Pharmahändler McKesson.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Die Amerikaner stockten ihre Offerte daraufhin auf, der von Paul E. Singer geführte Hedgefonds strich nach Berechnungen von Analysten 13 Prozent Gewinn ein. Bei Kabel Deutschland versucht Elliott auch mit einer Klage, eine höhere Abfindung durch Vodafone herauszuschlagen.

Die japanische Obergesellschaft, die zunächst etwa 25 Prozent an den Bielefeldern hielt, wollte ihren Anteil ausbauen und bot zunächst 27,50 Euro je Aktie. Doch die Aktionäre ließen sich nicht locken. Der Großaktionär besserte daher zweimal nach und zahlt inzwischen 30,55 Euro je Aktie. Die im MDax gehandelte Aktie notierte am Donnerstag mit 31,75 Euro knapp über der Offerte.

Von

rtr

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