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29.01.2015

11:09 Uhr

DMG Mori Seiki

US-Hedgefonds steigt bei Maschinenbauer ein

Kurz vor der Übernahme steigt der US-Hedgefonds Elliott bei DMG Mori Seiki ein. Offenbar spekulieren die Investoren darauf, dass der Mutterkonzern aus Japan seine Offerte für den deutschen Werkzeugbauer erhöht.

Elliott hat Anteile am Maschinenbauer DMg Mori Seiki gekauft. dpa

Hedgefonds steigt ein

Elliott hat Anteile am Maschinenbauer DMg Mori Seiki gekauft.

DüsseldorfDie Übernahmeofferte für den Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki ruft den Hedgefonds Elliott auf den Plan. Der US-Investor hat sich mindestens drei Prozent an dem Unternehmen gesichert. „Wir haben eine Stimmrechtsmitteilung von Elliott erhalten und prüfen sie derzeit“, sagte eine DMG-Sprecherin am Donnerstag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Über die Höhe des Elliott-Anteils machte sie keine Angaben sondern verwies darauf, dass die erste Meldeschwelle bei drei Prozent liegt. Elliott lehnte eine Stellungnahme ab.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Der Investor dürfte auf eine Erhöhung der Übernahmeofferte spekulieren. Der Hedgefonds ist dafür bekannt, mit harten Bandagen für seine Interessen zu kämpfen. So durchkreuzte Elliott zunächst die Übernahme des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio durch den US-Pharmahändler McKesson. Die Amerikaner stockten ihre Offerte daraufhin auf, der von Paul E. Singer geführte Hedgefonds strich nach Berechnungen von Analysten 13 Prozent Gewinn ein. Bei Kabel Deutschland versucht Elliott auch mit einer Klage, eine höhere Abfindung durch Vodafone herauszuschlagen.

Die Übernahmeofferte für DMG bewertet den Bielefelder Traditionskonzern mit 2,2 Milliarden Euro. Der gleichnamige Partner aus Japan bietet 27,50 Euro je DMG-Aktie, während sie am Donnerstag bei 28,70 Euro gehandelt wurden. Konzernchef Rüdiger Kapitza nannte die Offerte ein „Topangebot“ und versicherte, er werde dafür plädieren, keinen Cent aufzuschlagen. Analyst Thomas Rau vom Analysehaus Montega nannte das Angebot dagegen einen „Witz.“ "Sie sollten deutlich mehr als 30 Euro pro Aktie auf dem Tisch legen."

Weitere Anteilseigner sind laut Geschäftsbericht neben dem japanischen Partner DMG Mori Seiki mit knapp 25 Prozent, die norwegische Norges Bank mit 3,85 Prozent und der französische Versicherungskonzern AXA mit 3,04 Prozent.

Von

rtr

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