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10.01.2007

09:41 Uhr

Dofasco-Verkauf

Arcelor Mittal lässt Thyssen-Krupp alleine stehen

Von Arcelor Mittal kann Thyssen-Krupp keine Unterstützung erwarten, wenn es um die Übernahme von des kanadischen Stahlkonzern Dofasco geht. Eine Klage gegen die Stiftung, die den Verkauf von Dofasco an Thyssen-Krupp verhindern soll, wird Mittal nicht einreichen.

HB BRÜSSEL. Dies teilte Arcelor Mittal am Mittwoch mit. Der Vorstand beschloss nach Mitteilung vom Mittwoch in Luxemburg, auf eine Klage gegen jene niederländische Stiftung zu verzichten, die offiziell die Anteile an Dofasco hält. Die Aussichten auf einen Erfolg der Klage seien nach Einschätzung der Hausjuristen „gering“, hieß es.

Dofasco gehört Mittal, seitdem die Inder Arcelor übernommen haben. Thyssen-Krupp hatte das Bietergefecht um Dofasco gegen Arcelor verloren. Im Fusionspoker um Arcelor hatten Mittal und Thyssen-Krupp aber vereinbart, die Deutschen könnten Dofasco für 3,8 Mrd. Euro erwerben, falls die Übernahme von Arcelor gelingen sollte. Letztlich musste Mittal aber einräumen, dass dies nicht möglich sei, weil Arcelor Dofasco in eine Stiftung eingebracht hatte, um das kanadische Unternehmen vor einem Zugriff zu schützen.

Thyssen-Krupp hatte deswegen im Dezember gegen Mittal eine Klage eingereicht. Damit wollen die Deutschen erreichen, dass die niederländische Stiftung, die 89 Prozent der Dofasco-Aktien hält, diese an Arcelor zurückgibt.

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